In der Fahndungsgeschichte der Stadtpolizei Zürich stellt der heute veröffentlichte Internetpranger eine Premiere dar. Nachdem in der Vergangenheit bereits mehrmals Fussball-Hooligans per Internet gesucht wurden, ist dies das erste Mal, dass Bilder eines Sexualstraftäters unverpixelt ins Netz gestellt werden. An der Internetfahndung beteiligt sich auch die Schaffhauser Polizei.

Nachdem die Stadtpolizei Zürich am 7. September 2015 verpixelte Bilder eines mutmasslichen Sexualstraftäters veröffentlicht hatte und dieser bis jetzt noch nicht identifiziert werden konnte, werden nun, wie angekündigt unverpixelte Bilder veröffentlicht.

Wie bereits von der Stadtpolizei gemeldet, wird der Unbekannte verdächtigt, am 8. März 2015 eine 26-jährige Frau in der Toilette eines Zugs sexuell genötigt und beraubt zu haben. Nach der Identifizierung werden sie gemäss Polizeiangaben sofort von der Internetseite entfernt und gelöscht.

Beide Personen waren kurz vor Abfahrt in Oerlikon in den Zug gestiegen. Zuvor waren sie mit dem Regio-Express von Schaffhausen her angekommen. Der Unbekannte war in Schaffhausen eingestiegen, die 26-jährige Frau in Bülach.

Laut Polizei zeigen Videobilder, wie der Unbekannte die junge Frau in die Zugtoilette drängt. Nach dem Übergriff auf die Frau war der Unbekannte am Flughafen ausgestiegen. Am nächsten Tag erstatte die Frau Anzeige und gab an, sie sei von einem Mann sexuell genötigt und ihre Wertsachen seien geraubt worden.

Die Polizei sucht nun nach Hinweisen aus der Bevölkerung: Personen die Angaben zum Unbekannten machen können, insbesondere zu seiner Identität oder seinem Aufenthaltsort, werden gebeten, sich bei der Stadtpolizei Zürich, Telefon 044 411 71 17 oder per Mail an stp-sexualdelikte@zuerich.ch zu wenden. Für Hinweise aus Deutschland müsste folgende Telefonnummer gewählt werden: +41 444 117 117.