Am 28. Februar 2013 verunfallte ein historischer Güterzug in der Nähe von Kloten. Verletzt wurde niemand, jedoch entstand ein Sachschaden von mehreren 100'000 Franken. Eineinhalb Jahre später hat die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle (SUST) ihren Bericht zum Unfall abgeschlossen, wie «20 Minuten»  am Montag schrieb. 

Ein Bruch der hinteren rechten Radscheibe habe die Entgleisung verursacht. Der Wagen wurde vor der Inbetriebnahme von keinem technischen Kontrolleur der SBB überprüft, was möglicherweise zum Unfall beigetragen hat, aber nicht mit Sicherheit bestätigt werden konnte.   

Radscheibenbruch schwer zu erkennen 

«Der abgestellte Dienstwagen wurde aus Goodwill nach Brugg gebracht, da sich darin Material für die hier stationierten historischen SBB-Lokomotiven befand», sagte SBB Vereinspräsident Hans-Peter Moser zur Zeitung. In Zürich sei keine Zeit verblieben, dieses Material auszuladen.

Ein ausgebildeter Eisenbahn-Mitarbeiter kontrollierte vor der Fahrt den Güterzug und konnte aber nichts auffälliges feststellen. Man könne nicht die Kontrolle verantwortlich machen. «Auch wenn Schäden an Radscheiben grundsätzlich im Bereich des Möglichen liegen, so sind sie doch äusserst selten und können visuell praktisch nicht erkannt werden», sagte Moser zu «20 Minuten». 

Eigentlich seit 2008 ausrangiert

SBB-Sprecherin Franziska Frey dementierte, dass die Kontrolle versagt habe. Offiziell gehörte der Wagen nicht mehr der SBB, denn er war seit 2008 ausrangiert und hätte abgebrochen werden sollen. Aus bis heute unklaren Gründen, sei der Abbruch jedoch nie erfolgt. 

Laut SUST-Untersuchungsleiter Joseph Zeder sind die allgemeinen technischen Kontrollen der SBB seit dem Unfall überarbeitet. Ein generelles Sicherheitsrisiko bestehe nicht bei der SBB.