Schule

Eltern von Satansbraten bewirken vor Gericht Rückzug des Verweises

Der Schulverweis wurde gerichtlich rückgängig gemacht (Symbolbild).

Der Schulverweis wurde gerichtlich rückgängig gemacht (Symbolbild).

Zürcher Eltern sind wegen eines Verweises an ihren Sohn bis vor Verwaltungsgericht gezogen - mit Erfolg. Der Verweis wegen «Tumults auf der Knabentoilette» wird aufgehoben. Die Kosten für das Verfahren muss die Schule zahlen, also der Staat.

Das Verhalten des Knaben liess seit längerem zu wünschen übrig. Er war der König des Pausenplatzes. Kein Mitschüler wagte es, ihn von Unfug abzuhalten. Lehrer, Schulsozialarbeiter und Schulleiter mühten sich an ihm ab. Die Eltern wussten vom Verhalten ihres Sprösslings, da es ihnen in mehreren Standortgesprächen dargelegt worden war.

Um sein Verhalten zu ändern, kündigte die Schulleitung an, dem Knaben beim nächsten Vorfall einen Verweis zu erteilen. Der Vorfall liess nicht lange auf sich warten: Der Hauswart musste kurz darauf einschreiten, weil es "Tumult auf der Knabentoilette" gab.

Von der Treppe aus habe er gesehen, wie der Knabe mit drei Kollegen von der Toilette her ins Klassenzimmer gestürmt seien. Während die Kollegen ihre Beteiligung am Tumult zugaben, stritt der Anführer ab.

Eltern gewinnen gegen Schule

Den Verweis erhielt er dennoch, weshalb seine Eltern den Rechtsweg beschritten. Nach einer Abfuhr beim Bezirksrat gelangten sie ans Verwaltungsgericht. Dieses gab ihnen nun Recht, wie aus dem Urteil hervorgeht. Der Hauswart habe die Knaben nur zum Schulzimmer rennen sehen. Wer beteiligt war, habe er so nicht feststellen können.

Damit wird der Verweis auf Anordnung des Verwaltungsgerichtes gelöscht. Die Verfahrenskosten von 2100 Franken bleiben an der Schule, also am Staat, hängen.

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