Das Bezirksgericht hatte bei der Urteilsverkündung keine Zweifel, dass der damals 39-jährige Vater für den Tod seiner erst zehn Wochen alten Tochter verantwortlich war. Er begrub sie im Februar 2013 unter einem Berg von Sofakissen und Decken.

Der streng religiöse Mann wollte sie ruhigstellen, tötete sie jedoch damit. Das Mädchen starb an Kreislaufstillstand, ausgelöst durch Sauerstoffmangel und Überhitzung.

Das Gericht verurteilte ihn aber nicht nur wegen eventualvorsätzlicher Tötung, sondern auch wegen seiner sonstigen Erziehungsmethoden, zu denen eiskalte Duschen, Ohrfeigen sowie heftige Schläge mit Holzkellen und Teppichklopfer gehörten. Der Mann erhielt unter anderem eine Freiheitsstrafe von 9 Jahren.

Auch seine Ehefrau wurde verurteilt, musste jedoch nicht ins Gefängnis. Sie erhielt eine Busse sowie 14 Monate bedingt bei einer Probezeit von zwei Jahren.

Sie war zwar nicht direkt für den Tod des Babys verantwortlich, trug die Erziehungsmethoden aber mit und schlug auch selber zu. Ausserdem hinderte sie ihren dominanten Mann nicht am Schlagen der Kinder.