Insgesamt wurden 313 zufällig ausgewählte Passantinnen und Passanten persönlich befragt, wie das städtische Hochbaudepartement am Freitag mitteilte. 197 von ihnen leben in der Stadt. Bei 96 handelte es sich um Pendlerinnen und Pendler, 70 waren Touristen.

45 Prozent gefielen die Werbescreens «eher gut», 33 Prozent sogar «sehr gut». Die Bildschirme seien «modern» und eine «Belebung des Platzes». Ausserdem würden sie die Plätze nachts heller und damit sicherer machen, gaben die Befragten an.

Ein Fünftel fand jedoch, die Bildschirme lenkten zu sehr ab, so dass die Leute zu wenig auf einfahrende Trams achten würden. Ausserdem versperrten sie den Weg und würden den Platz damit eher unsicherer machen.

Obwohl die Akzeptanz der beiden Pilotanlagen bei der Befragung hoch war, dürfe dies nicht zu grenzenlosem Einsatz der neuen Werbeform verleiten, heisst es in der Mitteilung. Zu beachten sei, dass die Mehrheit der Befragten der Meinung war, das es in der Schweiz heute schon zu viel Werbung gebe.

Die Resultate der Befragung sind laut Amt für Städtebau nur ein Aspekt bei der Beurteilung der neuen Werbeform. Daneben werden auch ökonomische und ökologische Aspekte sowie die Wirkung auf den öffentlichen Raum untersucht und bewertet. Ob in Zukunft solche elektronische Werbescreens in der Stadt zum Einsatz kommen, wird frühestens Anfang 2014 entschieden.