Energie
EKZ haben weniger Strom verkauft, aber mehr Gewinn erzielt

Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) haben im Geschäftsjahr 2013/14 einen Gewinn von 67 Millionen Franken erzielt. Das Vorjahresergebnis wurde damit um 8,1 Prozent oder 17 Millionen Franken übertroffen.

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Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) beteiligen sich stark an Windkraftanlagen im europäischen Ausland.

Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) beteiligen sich stark an Windkraftanlagen im europäischen Ausland.

Walter Christen

Die EKZ-Gruppe erwirtschaftete einen konsolidierten Umsatz von 830 Millionen Franken - 112 Millionen weniger als im vorangegangenen Geschäftsjahr. Die günstigere Energiebeschaffung und die Resultate eines Kostensenkungsprogramms führten jedoch zu einem deutlich besseren Ergebnis als im Vorjahr.

Das Stromgeschäft konnte jedoch nicht mehr an das Wachstum der letzten Jahre anknüpfen. Die Strombeschaffung war mit 5080 Gigawattstunden tiefer als im Vorjahr und der Nettoerlös aus dem Stromgeschäft sank um 100 Millionen auf 762 Millionen Franken.

Profitieren konnten die EKZ jedoch nach eigenen Angaben von günstigen Konditionen. Zudem hätten mit dem neuen Produkt "Energy for Business" schweizweit neue Geschäftskunden gewonnen werden können.

Die Kundenverluste im eigenen Versorgungsgebiet konnten so kompensiert werden. Einen grösseren Umsatzrückgang gab es bei den Endverteilern, weil diese ihre Energie vermehrt selber am Markt beschaffen, wie es in der Mitteilung heisst.

Hohe Versorgungssicherheit

Das Betriebsergebnis (EBIT) übertraf mit 84 Millionen Franken das Vorjahresergebnis um rund 15 Millionen Franken. Dies ermöglicht es wiederum den Kunden einen Bonus auszuschütten. Dieser beträgt je nach Kundengruppe 2 bis 6 Prozent auf der Energielieferung und der Netznutzung.

Die EKZ investierten rund 50 Millionen Franken in den Ausbau und den Unterhalt ihres Verteilnetzes. Die Versorgungssicherheit lag im vergangenen Jahr bei 99,99 Prozent. Das sei im internationalen und nationalen Vergleich ein überdurchschnittlich hoher Wert, schreiben die EKZ.

Um sich langfristig Zugang zu Wind- und Sonnenzertifikaten zu sichern, investierten die EKZ weiter in erneuerbare Energien im Ausland. Inzwischen besitzen sie über ihre Tochterfirma EKZ Renewables AG Mehrheitsbeteiligungen an 11 Windparks in Deutschland, Frankreich und Portugal.