Wie schon nach dem entscheidenden Sieg im siebten Spiel der Viertelfinalserie gegen Lausanne (1:0) war die Erleichterung nach dem neuerlichen Triumph in der «Belle» gegen Servette greifbar. Dass nach den beiden Expeditionen in die Westschweiz nun erstmals ein Zürcher Derby im finalen Kampf um die Meisterschaft auf dem Programm steht, machte alles noch ein wenig aufregender.

Lions-Headcoach Marc Crawford schwärmte: «Dieses Final ist ein Traum für die Region Zürich. Es ist wunderbar, dass wir auf diese Art Geschichte schreiben können. Ich habe erst mit der Zeit begriffen, wie wichtig hier in Europa diese Derbys sind. Wenn ich nur schon an all die Stadt-Duelle im Fussball denke, ob in Rom oder Madrid, freue ich mich.» Der Kanadier mochte die Favoritenrolle seines Teams aber nicht einfach so hinnehmen: «Die meisten Leute werden uns als Favoriten bezeichnen, weil wir Erster nach der Qualifikation waren. Aber Kloten hat in den Playoffs ebenso exzellent gespielt.»

Matchwinner Ryan Shannon, der die Servettiens mit zwei Toren ins Elend schoss, hatte einen klaren Blick für die Geschehnisse: «Es war gut für uns, dass wir das Ausscheiden vor Augen hatten. Wir haben gelernt, auch in dieser Situation konzentriert und entschlossen zu agieren. Wir spielten entsprechend mit viel Energie, gerieten aber nie in Panik. Der Start war wichtig. Wir waren bereit und haben auch nachher unsere Spielweise beibehalten.

Captain Mathias Seger fand ebenso wenig Anlass für Kritik: «Das siebte Spiel ist uns sehr gut gelungen, wir haben den Sie sicher verdient gewonnen. Wir haben das Zepter nie aus der Hand gegeben.» Der Uzwiler fand aber auch kritische Worte für die teilweise unkonstanten Leistungen während der Halbfinals: «Über die ganze Serie gesehen haben wir sehr oft mit dem Feuer gespielt. Wenn wir gegen Kloten im Final eine Chance haben wollen, müssen wir uns unbedingt steigern.» Schliesslich fand Seger auch noch lobende Worte für seinen Goalie: «Lukas Flüeler hat in den beiden siebten Spielen eine unglaubliche Ruhe ausgestrahlt und viel Sicherheit gegeben. Das ist ein Phänomen. Der Final gegen Kloten ist schön. Das Duell zeigt, dass im Zürcher Eishockey sehr gut gearbeitet wird.»