Zürich
Einsprache der Gewerbetreibenden gegen Sexboxen vom Tisch

Die Gewerbetreibenden in der Nachbarschaft des geplanten Strichplatzes in Zürich-Altstetten streichen die Segel. Sie verzichten darauf, ihre Einsprache ans Verwaltungsgericht weiterzuziehen. Die Anrainer hatten eine Ausbreitung der Prostitution ins Quartier befürchtet.

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Die Anrainer hatten eine Ausbreitung der Prostitution ins Quartier befürchtet. (Archiv)

Die Anrainer hatten eine Ausbreitung der Prostitution ins Quartier befürchtet. (Archiv)

Keystone

Das Zürcher Baurekursgericht hatte die Einsprache der Gewerbetreibenden Anfang Juni abgewiesen. «Wir haben die Entscheide studiert und sind zum Schluss gelangt, dass sich ein Weiterzug nicht lohnt», sagte Urs Steimen, Anwalt der Gewerbetreibenden, am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. «Die Chance, zu einem befriedigenden Ergebnis zu kommen, ist zu klein.»

Die Gewerbetreibenden hatten verschiedene Mängel am Bauprojekt beanstandet, darunter die Art der Erschliessung, die Zahl der Parkplätze, die Verkehrssicherheit sowie Verstösse gegen die Lärmschutzverordnung.

Bereits früher auf einen Weiterzug verzichtet hat jener Stimmbürger, der mit einem Stimmrechtsrekurs die Wiederholung der Volksabstimmung über den geplanten Strichplatz verlangt hatte. Anlass dafür waren missverständliche Aussagen von Stadtrat Daniel Leupi im Anschluss an die Abstimmung.

Noch sind nicht ganz alle juristischen Hürden genommen. «Eine Einsprache ist noch offen», sagte Marianne Voss vom städtischen Hochbaudepartement auf Anfrage der sda. «Sie könnte ans Bundesgericht weitergezogen werden.» Über den Inhalt der Einsprache machte Voss keine Angaben.

Der geplante Strichplatz wäre der erste der Schweiz. Entstehen soll er in der Nähe des Bahnhofes Altstetten in Zürich. Geplant sind neben zehn Sexboxen auch ein Betreuungspavillon für die Frauenberatungsstelle Flora Dora. (sda)