Zürich

Einkommensschwachen Familien sollen genügend subventionierte Kita-Plätze bereitstehen

Die Stadt Zürich verspricht genügend subventionierte Kita-Plätze bis 2018 (Symbolbild).

Die Stadt Zürich verspricht genügend subventionierte Kita-Plätze bis 2018 (Symbolbild).

Die Stadt Zürich setzt sich zum Ziel, bis 2018 ausreichend subventionierte Kita-Plätze zu schaffen. Mit den zusätzlichen Plätzen, die für Familien mit geringem bis mittlerem Einkommen gedacht sind, sollen die Kleinkinderbetreuungsbeiträge kompensiert werden, deren Abschaffung der Kantonsrat vor Kurzem beschlossen hat.

Nachdem die Zahl der Plätze in Kindertagesstätten in den vergangenen Jahren stark gestiegen ist, deckt aktuell das gesamte Angebot erstmals die Nachfrage. Eine Lücke besteht jedoch nach wie vor bei den subventionierten Plätzen, wie der Stadtrat am Mittwoch mitteilte.

Ende Oktober 2015 hatte der Stadtrat im Rahmen seiner Strategie-Schwerpunkte angekündigt, diese Lücke bis spätestens 2020 zu schliessen. Dies könnte nun früher geschehen. Bereits Ende 2018 sollen die voraussichtlich 690 zusätzlichen subventionierten Kita-Plätze geschaffen werden.

Möglich wird dies, weil der Kantonsrat die Abschaffung der Kleinkinderbetreuungsbeiträge (KKBB) beschlossen hat. Diese kamen Eltern mit geringen Einkommen zugute, die ihre Eltern in den ersten beiden Lebensjahren zu Hause betreuen wollten. Die dafür eingeplanten Mittel wird die Stadt nun für den Ausbau der subventionierten Kita-Plätze verwenden.

Dadurch entstehen per 2019 voraussichtlich zusätzliche Kosten von 6,9 Millionen Franken jährlich. Demgegenüber stehen Einsparungen von rund 16 Millionen Franken durch Abschaffung der KKBB. Nach deren Wegfall rechnet das Sozialdepartement mit zusätzlichen Kosten bei der Sozialhilfe in Höhe von rund 4,8 Millionen Franken, wie es in der Mitteilung heisst.

Die für den Ausbau nötigen Mittel wird der Stadtrat dem Gemeinderat im Rahmen des Budgets beantragen.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1