Kanton Zürich
Eingebürgert trotz Vorstrafen: SVP verlangt Erklärung

Zürich - Der Zürcher Regierungsrat hat in einer Antwort auf eine SVP-Interpellation erklärt, weshalb ein vorbestrafter Mann aus Regensdorf eingebürgert wurde.

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Der Kosovare wurde trotz Vorstrafen eingebürgert.

Der Kosovare wurde trotz Vorstrafen eingebürgert.

Keystone

Der Zugriff auf das schweizerische Strafregister sei den kantonalen Einbürgerungsbehörden erst im Jahr 2008 ermöglicht worden, schreibt die Regierung in der am Donnerstag veröffentlichten Antwort. Zum Zeitpunkt der Einbürgerung im Jahr 2000 hätten die Einbürgerungsbehörden noch keinen Zugriff auf Strafregister gehabt.

Die Behörden hätten somit keine Hinweise darauf gehabt, dass der Einbürgerungskandidat vorbestraft gewesen sei. Wäre der damals 16-jährige Kosovo-Albaner heute wieder Einbürgerungskandidat, würde er somit abgelehnt.

Einbürgerungen von Erwachsenen sind nur möglich, wenn der Strafregisterauszug keinen Eintrag enthält und kein Strafverfahren hängig ist. Bei Jugendlichen müssen allfällige Strafen vollzogen und Schutzmassnahmen aufgehoben sein. Auch sie dürfen zudem keine hängigen Verfahren haben.

Der Familienvater aus Regensdorf geriet in diesem Frühling in die Schlagzeilen, weil er im Verdacht steht, in Zürich-Affoltern einen 30-jährigen Türsteher aus Montenegro erschossen zu haben.