Um 6 Minuten nach 11 Uhr gingen die Lichter aus.

Im Bahnhof Stadelhofen fuhren zwar die Züge noch, doch am Schalter gabs keine Billette mehr. Im Coop ging die Notstrombeleuchtung an, und glücklicherweise funktionierte die Kasse noch, so dass man den Kaffee bezahlen konnte. Andere Geschäfte waren einfach dunkel.

Taxi oder zu Fuss

Nichts funktionierte mehr: Eine Mutter mit Kinderwagen wartete auf den Lift, der nicht mehr kam, auch die Rolltreppen standen still. Pech hatten die Kunden eines Kiosk an der Tramhaltestelle Opernhaus: Während die Türen bei anderen Geschäften beim Stromausfall automatisch geöffnet worden waren, blieb dort die Tür geschlossen. Auch die Trams blieben stehen, und zwar grad dort, wo sie standen. Auf der Kreuzung der Seefeldstrasse mit der Falkenstrasse ging gar nichts mehr, ein Tram blockierte alles, bis Arbeiter der VBZ das Tram mit einem Lastwagen weggezogen hatten.

Die Trottoirs waren sehr bevölkert: Man kam ja nur noch zu Fuss vorwärts, bis die VBZ Dieselbusse einsetzten, ging es einige Zeit. Natürlich hatten die Taxis Hochbetrieb. Die Natelantennen waren rasch überlastet: Zu viele wollten gleichzeitig mitteilen, dass sie verspätet kämen.

Und wer sein Mittagessen geniessen wollte, musste mit einem Salatteller vorlieb nehmen.