Zürich

Ein Ruderer muss aufgeben — der andere kämpft alleine weiter über den Atlantik

Für ihre Atlantiküberquerung haben Dominic Schaub (links) und Florian Ramp von August bis Oktober auf dem Zürichsee trainiert.

Für ihre Atlantiküberquerung haben Dominic Schaub (links) und Florian Ramp von August bis Oktober auf dem Zürichsee trainiert.

Seit dem 12. Dezember rudern die Zürcher Dominic Schaub und Florian Ramp mit ihrem Ruderboot über den Atlantik. Nun musste einer der beiden wegen Seekrankheit das Rennen aufgeben. Sein Partner ist jetzt alleine unterwegs.

Die beiden Zürcher wollten in 40 Tagen rund 4800 Kilometer mit ihrem Ruderboot über den Atlantik fahren. Am 12. Dezember waren Dominic Schaub (28) und Florian Ramp (42) unter dem Namen «Team Atventure» zur «Talisker Whisky Atlantic Challenge» gestartet, dem härtesten Ruderrennen der Welt.

Nach dem neunten Tag auf See musste Schaub das Rennen jedoch abbrechen, wie «20 Minuten» berichtet. Grund dafür sei eine anhaltende und einschneidende Seekrankheit. Inzwischen gehe es Schaub besser. Er ist seit dem 1. Januar wieder in der Schweiz.

Schaub unterstützt weiterhin seinen Teamkollegen

Via Satellitentelefon unterstützt Schaub seinen Kollegen bei der Wetteranalyse und bei der Routenwahl. Denn Ramp ist weiterhin im Rennen und rudert das Boot ganz allein über den Atlantik in Richtung Antigua in der Karibik. Es gehe ihm gut, und er sei fit und motiviert. Nach einigen Tagen Eingewöhnungszeit habe er auch seinen Rhythmus gefunden, teilt Ramp «20 Minuten» mit.

Im Ruderboot über den Atlantik

Im Ruderboot über den Atlantik

Vom Zürichsee auf das offene Meer: Dominic Schaub und Florian Ramp wollen den Atlantik mit reiner Muskelkraft überqueren. TeleZüri begleitete die Ruderer beim Training und den Vorbereitungen für ihr Abenteuer.

Kurz nachdem Schaub mit der Reise abbrechen musste, tauchte ein weiteres Problem auf: Die Entsalzungsmaschine ist ausgestiegen. Für Ramp sei es ein ziemlicher Schockmoment gewesen, doch mithilfe einer Videoanleitung konnte er die Maschine reparieren.

Aufgrund dieser beiden Vorfälle hat der 42-Jährige einige Plätze im Rennen verloren. Aktuell liegt er total auf dem 29. Platz, in der Paar-Kategorie liegt er auf Platz 5. «Ich bin zuversichtlich, dass ich noch einige Positionen gutmachen kann, bis ich Mitte Februar am Ziel in Antigua ankomme.» Bis dahin kann Ramp noch mehrmals seinen Lieblingsmoment erleben: «Der Sonnenaufgang ist immer extrem schön.»

Sie trieben Sponsorengelder auf, kauften ein Boot, engagierten einen Trainer, stellten ihre Ernährung um auf viel Fett und wenig Kohlenhydrate.

Sie trieben Sponsorengelder auf, kauften ein Boot, engagierten einen Trainer, stellten ihre Ernährung um auf viel Fett und wenig Kohlenhydrate.

Die drei Schweizer Boote sind noch im Rennen

Am Rennen nahmen insgesamt drei Schweizer Boote teil. Bei Gabi Schenkel, die von Anfang an allein rudert, gab es auch Schwierigkeiten — sie wurde ebenfalls seekrank, wie es auf ihrer Website heisst. Aktuell liegt sie auf dem 33. Platz. Aufgegeben hat Schenkel aber nicht. Ihr Gesundheitszustand hat sich inzwischen verbessert. Das Viererboot der Swiss Ocean Dancers mit Tatjana Aristilde Giro, Astrid Schmid, Carla Lemm und Sandra Hoenig ist aktuell auf Platz 18.

Autor

Larissa Cathomen

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