Zürich
Ein Puff aus Steuergeldern? – SP wünscht sich ein Staatsbordell

Geht es nach der SP, soll die Stadt eine Liegenschaft für ein städtisches Bordell zur Verfügung stellen. Mit Steuergeldern ein Puff zu betreiben, davon hält die SVP wenig.

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Die SP wünscht sich ein Bordell, das von den Sexarbeiterinnen selbstverwaltet und im Kollektiv geführt wird. (Symbolbild)

Die SP wünscht sich ein Bordell, das von den Sexarbeiterinnen selbstverwaltet und im Kollektiv geführt wird. (Symbolbild)

Keystone

Die Sozialdemokraten wollen die Stadt Zürich verpflichten, eine Liegenschaft für ein städtisches Bordell zur Verfügung zu stellen. Dies berichtet die «Schweiz am Sonntag» in ihrer aktuellen Ausgabe. «Die überwiegende Mehrheit der Sexarbeiterinnen arbeitet freiwillig und selbstbestimmt, dies ist wichtig, wird jedoch mit den jetzt geltenden Reglementierungen immer mehr verhindert», sagt SP-Gemeinderätin Christine Seidler.

Ihr schwebt ein Bordell vor, das «von den Sexarbeiterinnen selbstverwaltet und im Kollektiv geführt wird». Sie betont, das Projekt sei realistisch. Bevor sie den Vorstoss einreichte, habe sie mit dem Stadtrat Kontakt aufgenommen. Dieser habe ihr signalisiert, dass die Stadt entsprechende Möglichkeiten habe. Wenig Begeisterung kann die SVP dem Ansinnen entgegenbringen. «Es kann nicht Aufgabe der Stadt sein, mit Steuergeldern ein Puff zu betreiben», sagt SVP-Fraktionschef Martin Götzl laut «Schweiz am Sonntag».