Laut dem jetzt eröffneten Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat war der bekannte Schweizer Jetsetter Patrick Liotard-Vogt am 21. Mai 2014 als Autolenker an der Goldküste unterwegs. Dabei fuhr er standesgemäss mit einem Personenwagen der Marke Ferrari California über die Seestrasse in Richtung Rapperswil. In Uerikon tappte er mit rund 100 km/h prompt in eine Radarfalle. Da dort die Geschwindigkeitsgrenze bei 60 km/h liegt, hat er sich eines groben Verkehrsdeliktes schuldig gemacht. Im rechtskräftigen Urteil ist von einer krassen Unaufmerksamkeit Liotard-Vogts die Rede.

Noch während des laufenden Strafverfahrens leistete sich der heute 31-jährige Jungunternehmer von der Goldküste einen zweiten Raserexzess. Diesmal auf der Autobahn A1 in Richtung St. Gallen, wo er in der Nacht auf den 11. Oktober 2015 auf der Höhe der Gemeinde Hagenbuch mit einem Personenwagen der Marke Mercedes mit 154 km/h statt 120 km/h von der Polizei erwischt wurde.

Unbedingte, aber erstaunlich tiefe Geldstrafe

Für die zuständige Staatsanwältin kam für den Rückfalltäter nur noch eine Sanktion ohne Bewährungsmöglichkeit in Frage. In dem nun eröffneten und rechtskräftigen Urteil wurde Liotard-Vogt wegen fahrlässig grober Verletzung sowie Verletzung von Verkehrsregeln zu einer unbedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu 150 Franken sowie zu einer zusätzlichen Busse von 600 Franken verurteilt.

Zusammen mit den Verfahrenskosten von 800 Franken muss Liotard-Vogt für die beiden Raserexzesse also insgesamt 10 400 Franken dem Kanton Zürich abliefern. Das Urteil erstaunt allerding sehr, da sich der angebliche Nestlé-Millionen-Erbe in den letzten Jahren als schillernder Jetsetter im gehobenen gesellschaftlichen Kreisen einen Namen gemacht hat. So liegt der Tagessatz von nur 150 Franken im sehr tiefen Bereich.

Bei einem maximalen Tagessatz von 3000 Franken, hätte Liotard-Vogt 180 000 Franken zahlen müssen. Jedenfalls droht ihm bei diesem Entscheid ein Entzug des Führerausweises.

Aufwändiger Lebensstil

Erstaunlich ist auch, dass Liotard-Vogt  gemäss zahlreichen Medienberichten weiterhin einen sehr aufwändigen Lebensstil pflegt. So soll er in der Karibik massgeblich an einem Millionenprojekt im Tourismus-Bereich beteiligt sein. Zudem lud er wieder im letzten Dezember als Inhaber des globalen Privatclubs „A Small World“ zu einem prunkvollen Winter-Weekend im Luxushotel „Palace“ in Gstaad. Wo eine rauschende Party, Satin-Bettwäsche und Kaviar-Brötli ans Bett die prominenten Gäste verwöhnten. Zu ihnen zählten auch die Hollywood-Stars wie Adrien Brody (42) oder Tom Hollander (48). Liotard-Vogt soll gleich das ganze Hotel mit rund 300 Mitarbeitenden für den Luxus-Event gemietet haben.