Die SBB will auf dem Areal beim Bahnhof Tiefenbrunnen ein Geschäftshaus mit rund 6300 Quadratmeter Mietfläche bauen. Im Quartier stösst das Projekt teilweise auf Kritik.

Eine Einzelinitiative aus den Reihen des Quartiervereins Riesbach forderte für das SBB-Areal am Bahnhof Tiefenbrunnen eine Gestaltungsplanpflicht. Begründet wird diese einerseits mit der Notwendigkeit, die Bebauung mit den Bedürfnissen des öffentlichen Verkehrs abzustimmen.

Darüber hinaus solle die Nutzung auf dem Areal in Koordination mit den Planungen auf den benachbarten, seeseitigen Parzellen erfolgen. Zudem solle die Überbauung des Areals städtebaulich und architektonisch besonders gut gestaltet werden.

Der Stadtrat erklärte einen Teil der Initiative als ungültig und lehnte die weiteren Forderungen ab. Eine Mehrheit von SP, Grünen und AL wies die Initiative am Mittwoch aber ganz an den Stadtrat zurück. Die exponierte Lage fordere klar nach einem Gestaltungsplan, hiess es. Aus Sicht des Quartiers sei die Rückweisung die richtige Lösung.

Der zuständige Stadtrat André Odermatt (SP) sagte, dass man es wenden und drehen könne, wie man wolle. Weder bau- noch planungsrechtlich sei eine Gestaltungsplanpflicht für dieses Grundstück haltbar. Odermatt geht davon aus, dass das Projekt nun "den Weg der Gerichte" gehen wird. (sda)