Ein paar vereinzelte Flüchtlinge waren bereits zuvor in Buchs von der Kantonspolizei St. Gallen aus dem Zug geholt und ins Empfangs- und Verfahrenszentrum in Altstätten gebracht worden.

Der „Wiener Walzer“, der gestern Abend in Wien abgefahren war, traf in Zürich wegen Personenkontrollen erst kurz vor Mittag ein. Die Fahrt des Nachtzuges dauerte wegen Gleisarbeiten ohnehin schon zwei Stunden länger als üblich. Hinzu kam eine weitere Verspätung von rund 90 Minuten wegen verschiedener Personenkontrollen. Am Ende dieser langen Fahrt stiegen dann am Zürcher HB nicht mehr viele Reisende auf das Perron beim Gleis 5. Zahlreiche Passagiere hatten auf schnellere Verbindungen mit mehreren Umstiegen gewechselt.

Viele Flüchtlinge reisen derzeit in Zügen von Ungarn nach Deutschland. Die Schweiz ist von Budapest aus offenbar kein primäres Ziel. Beim Kanton Zürich erwartet man denn vorerst auch keine mit einem europäischen Zug eintreffenden Flüchtlingen; wer auf dem Landweg einreist und ein Asylgesuch stellen will, kann dies nur in einem der fünf Empfangs- und Verfahrenszentren des Bundes in Basel, Chiasso, Kreuzlinen, Vallorbe und Altstätten einreichen.