Auf seinem Kopf kommt für einmal ein aussergewöhnliches Hutmodell zur Geltung: Zur Erinnerung an 500 Jahre Reformation trägt er einen "Zwingli"-Hut.

Der Böögg thront auf einem zehn Meter hohen Holzhaufen, der aus etwa 5000 Holz-Bürdeli besteht und einen Durchmesser von 7 Metern aufweist. Das Holz stammt von den Alleebäumen aller Quartiere der Stadt. Der Schneemann selbst ist stattliche 3,4 Meter gross und wiegt 100 Kilogramm. In seinem Körper sind Kracher versteckt, was ihn hochexplosiv macht.

Der Volksmund sagt: "Je schneller der Böögg verbrennt und sein Kopf explodiert, desto schöner und länger dauert der Sommer".

Gilbert Gress am Umzug

Rund 3500 Zünfter in farbenfrohen Kostümen, Trachten und Uniformen, über 350 Reiter, rund 50 von Pferden gezogene Wagen und gegen 30 Musikkorps sind am Sechseläuten-Montag auf den Beinen.

Hinzu kommen zahlreiche Gäste. Denn die Zünfte laden an ihr Frühlingsfest Gäste aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Sport und Militär. Sie verbringen den ganzen Tag mit der entsprechenden Zunft und halten beim Mittag- oder Abendessen eine Rede.

Geladen sind dieses Jahr unter anderen Bundesrätin Karin Keller-Sutter, die Bundesräte Guy Parmelin und Ignazio Cassis sowie alt Bundesrat Johann Schneider-Ammann. Mit grosser Freude ist auch Fussball-Experte Gilbert Gress mit von der Partie. Seine Heimatstadt Strassburg ist nämlich zu Gast.

Strassburg: Erster nicht-schweizerischer Gast

Strassburg ist der erste nicht-schweizerische Gast beim Sechseläuten. Neben Gastkantonen nehmen in unregelmässigen Abständen auch historische Bündnisstädte aus vornapoleonischer Zeit am Stadtzürcher Frühlingsfest teil. Erinnert wird mit den Strassburger Gästen an die Freundschaft entlang des Wasserweges.

Der Zug zum Feuer lockt jedes Jahr Zehntausende von Zuschauern in die Stadt Zürich und Hunderttausende vor die Fernsehbildschirme.