Das umstrittene Strassenstück soll "angemessen saniert" und so lange offen gelassen werden, bis durch flankierende Massnahmen in Oberembrach der Verkehr auf der Route über Madlikon und Stürzikon anwohnerverträglich geführt werden kann. Wenn dies realisiert ist, soll die Eigentalstrasse nur noch als Radweg zur Verfügung stehen.

In den nächsten Wochen werde die Kerngruppe, zusammen mit den kantonalen Fachstellen aus den Bereichen Raumplanung, Verkehr und Naturschutz die konkreten Sanierungs- und Schutzmassnahmen im Detail festlegen, teilten die Gemeinden Kloten, Nürensdorf und Oberembrach am Donnerstag mit. Anschliessend würden die Pläne den zuständigen Gremien zum Entscheid vorgelegt.

Verkehrskonzept Eigental

Verkehrskonzept Eigental

Umweltverbände nicht zufriedenDie Umweltorganisationen begrüssen es, dass die Gemeinden mit ihrem Grundsatzentscheid den Vorrang von Natur und Erholung im Eigental anerkennen. Ohne verbindlichen und zeitlich genau terminierten Beschluss zur Umnutzung der Eigentalstrasse zu einem Radweg für die Bevölkerung der umliegenden Gemeinden sei ein solches Vorgehen nicht zielführend, wie es in einer Mitteilung heisst.

Abgesehen von der Verbreiterung des 600 Meter langen Strassenabschnitts zwischen Stürzikon und der Kreuzung Oberwil von 4,5 auf 6 Meter könnten alle flankierenden Massnahmen im bestehenden Strassenraum und rasch realisiert werden.

Eine Sanierung und Wiedereröffnung der Eigentalstrasse sei deshalb nicht sinnvoll. Das führe lediglich zu Rechtsunsicherheit, unnötigen Investitionen und verschiebe die Realisierung eines sicheren Radwegs um Jahre hinaus, sind BirdLife Zürich, WWF Zürich und Pro Natura Zürich überzeugt.