Vorwürfe
Ehemaliger Zürcher Staatsanwalt untersucht Carlos' Haftbedingungen

Wurde "Carlos" in der Untersuchungshaft schlecht behandelt? Sein Anwalt hat am Montag vor dem Bezirksgericht Zürich entsprechende Vorwürfe erhoben. Die Zürcher Justizdirektion lässt die Haftbedingungen nun durch den pensionierten Staatsanwalt Ulrich Weder untersuchen.

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So sah "Carlos" die Gerichtszeichnerin vor dem Bezriksgericht Zürich.

So sah "Carlos" die Gerichtszeichnerin vor dem Bezriksgericht Zürich.

Keystone

Der unter dem Namen "Carlos" bekannt gewordene 21-Jährige wurde Anfang der Woche der versuchten schweren Körperverletzung schuldig befunden und zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteilt. Vor Gericht sagte sein Anwalt, "Carlos" sei in der Untersuchungshaft in Pfäffikon ZH schlecht behandelt worden, teilweise habe er nur Wasser und Brot bekommen.

Mit einer Administrativuntersuchung will die kantonale Justizdirektion diese Vorwürfe nun unabhängig klären lassen. Benjamin Tommer, Mediensprecher der Justizdirektion, bestätigte eine entsprechende Meldung der "NZZ am Sonntag". Regierungsrätin Jacqueline Fehr (SP) hat Ulrich Weder mit der Aufgabe betraut.

Wie lange die Untersuchung dauert, konnte Tommer nicht sagen. Fehr wolle den Bericht vor einer Veröffentlichung auch noch der Nationalen Kommission zur Verhütung von Folter (NKVF) vorlegen, sagte Tommer gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

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