Schloss Teufen
Ehemaliger Schlossherr hat Steuerschulden bei Gemeinde und Kanton

Der einstige Schlossherr des Schloss Teufen schuldet der Gemeinde Freienstein-Teufen über 90'000 Franken an Steuern. Das geht aus Bekanntmachungen des Kantons Basel-Stadt hervor.

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Im Herbst 2015 musste der Schlossherr Roland von Sayn-Wittgenstein sein Anwesen, das neue Schloss Teufen verlassen. Seine Hausbank, die Bank J. Safra Sarasin, setzte ihn vor die Tür und brachte den im neugotischen Stil errichteten Prunkbau zur Versteigerung. Da keine genügend hohe Angebote eingingen, übernahm die Bank die Liegenschaft selbst für 6,2 Millionen Franken. Seither sucht sie auf den einschlägigen Portalen nach Käufern für die dreistöckige 18-Zimmer-Villa.

Auch die Gemeinde wartet. Aus betreibungsamtlichen Bekanntmachungen des Kantons Basel-Stadt geht hervor, dass der einstige Schlossherr alleine der Gemeinde Freienstein-Teufen über 90'000 Franken an Steuern für die Jahre 2012 bis 2016 schuldet. Gut 20'000 Franken fordert zudem der Kanton Zürich.

Um an das Geld zu kommen, haben Gemeinde und Kanton nun eine Sicherstellungsverfügung erwirkt. Sie blockieren damit Rentengelder, die der falsche Adlige bei der Sammelkasse der Kantonalbanken angesammelt hat. Basel-Stadt machte diese Publikation öffentlich, weil sich von Sayn-Wittgenstein abgesetzt hat und für das Amt «unbekannten Aufenthalts» ist. (cm)