Zürich
Ehemaliger Anlagechef der BVK wegen Bestechung angeklagt

Die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich hat Anklage gegen den ehemaligen Anlagechef der BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich sowie gegen fünf weitere Personen erhoben. Ihnen wird Bestechung vorgeworfen.

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Der ehemalige Anlagechef der BVK habe sich mehrmals bestechen lassen, so der Vorwurf

Der ehemalige Anlagechef der BVK habe sich mehrmals bestechen lassen, so der Vorwurf

Keystone

Dem ehemaligen BVK-Anlagechef wird unter anderem mehrfache passive Bestechung und mehrfache ungetreue Amtsführung vorgeworfen. Laut der Staatsanwaltschat hat er in den Jahren 2000 bis 2010 von fünf BVK-Geschäftspartnern wiederholt Bargeld und andere finanzielle Vorteile angenommen oder sich versprechen lassen. Der Deliktsbetrag beläuft sich laut Mitteilung auf rund 1,67 Millionen Franken.

Ausserdem wird dem Beschuldigten vorgeworfen, die BVK im Zusammenhang mit Sanierungsmassnahmen, die 2001 und 2002 zugunsten der BT&T Asset Management AG ergriffen wurden, im Umfang von 43,5 Millionen Franken geschädigt zu haben.

In diesem Zusammenhang ist auch gegen den Gründer und Chef der Beteiligungsgesellschaft BT&T Timelife, Walter Meier, Anklage erhoben worden. Er soll dem ehemaligen BVK-Anlagechef zwischen Oktober 2000 und Ende 2001 mehrfach Bargeld in Höhe von 121'7000 Franken übergeben haben. Der BT&T-Chef selbst weist jegliche Vorwürfe von sich, wie das Unternehmen am Montagmorgen mitteilte.

Der BVK-Korruptionsfall war mit der Verhaftung des BVK- Anlagechefs im Frühling 2010 bekannt geworden. Die Zürcher Staatsanwaltschaft ordnete eine strafrechtliche Untersuchung an. Zudem wurden die Abläufe der BVK in einer Administrativuntersuchung durchleuchtet.