Urban Farming
Durch kreative Gärtner findet die Natur Einzug ins Siedlungsgebiet

In London verschönert die Künstlerin Anna Garforth Wände mit Graffiti aus Moos, der Franzose schafft in Städten grüne Oasen und Ian Cheney aus New York pflanzt auf der Ladefläche seines Trucks einen mobilen Garten an.

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Truck Farm

Truck Farm

Wicked Delicate Films

Graffiti aus Moos wächst an Londons Mauern

Die englische Künstlerin Anna Garforth verschönert Wände mit Graffiti aus Moos. Dafür verwendet sie einen Mix aus Moos, Joghurt, Zucker und Wasser. Nachdem sie diese Mischung auf eine schattige Wand aufgetragen hat, muss sie ihr Werk noch ausgiebig befeuchten. Und schon wächst es dem Betrachter entgegen. In England und Deutschland ist diese Form von Graffiti schon sehr verbreitet. (AVL)

Pflanzenteppiche erobern Hausfassaden

Der französische Gartenkünstler Patrick Blanc imitiert natürliche Gegebenheiten und erschafft so in Städten kleine grüne Oasen auf bisher ungenutzten Orten. Er pflanzt seine Gärten nämlich mit Vorliebe an Fassaden. Die Idee dafür hat er der Natur abgeschaut, in der Pflanzen auf Felswänden wachsen oder von Klippen herabhängen. Das aus einer Zusammenarbeit mit den Architekten Herzog & de Meuron entstandene Caixa Forum in Madrid (Foto) zeigt die vertikale Ausdehnung der Bepflanzung. Architekt Kengo Kuma will mit seinen Gebäuden versuchen, eine Verbindung zwischen Mensch und Natur herzustellen. Das Resultat sind Häuser, die sich der Natur anpassen. Für das Projekt «Green Cast» erschuf Kuma eine organische Wand. In die Fassade des Gebäudes wurden Fächer aus Aluminium eingebaut, in denen nun Pflanzen wachsen. Nützlich dabei ist, dass die Belüftung, die Bewässerung und die Abflussrohre versteckt hinter den Fächern verlaufen. (AVL)

Gemüse wächst beim Truckfahren durch New York

Der New Yorker Ian Cheney machte sich auf die Suche nach einem Stück Land, um einen Garten anzupflanzen. Ein schwieriges Unterfangen im Asphaltdschungel der Metropole. Cheney fand dennoch eine Lösung: ein Garten auf der Ladefläche seines Trucks. Nun wächst sein Salat auf dem Weg zum Markt. Mit einer leichten Erdsorte ist das Gewicht für das Gefährt nicht zu gross. Man gebe Wasser und Dünger dazu, und schon blüht die Ladefläche. (AVL)

Schon nur ein Kiesplatz gibt der Natur mehr Spielraum als Asphalt
9 Bilder
Laut Tobias Liechti eine vorbildliche Bepflanzung - Birnbäume und Osterglocken vor dem Bezirksgebäude
In einer Stadt gibt es viele Flächen, die man umweltgerechter bepflanzen kann
Natur muss nicht gleich Verwilderung bedeuten - ein vorbildlicher Naturgarten (zvg)
Eine der sechs Dietiker Dohlen vor einem der Brutkästen, die Tobias Liechti bei der Katholischen Kirche installierte
Flachdachbegrünung in Effretikon (zvg)
Auch im eigenen Garten kann man mit wenig Aufwand für die nötige Biodiversität sorgen
An diesem Hang hinter dem Bahnhof befindet sich zurzeit noch eine Fettwiese - der Ort wäre für eine Magerwiese ideal, so Liechti
Auch auf dem Dach der St. Agatha sitzen die Dohlen gern in der Sonne

Schon nur ein Kiesplatz gibt der Natur mehr Spielraum als Asphalt

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