Dübendorf

Dübendorf stinkts: Bei Aromahersteller Givaudan war eine Anlage defekt

Gut für die Wirtschaft, weniger erfreulich für die Anwohner: Aromahersteller Givaudan (Archiv).

Gut für die Wirtschaft, weniger erfreulich für die Anwohner: Aromahersteller Givaudan (Archiv).

Die Geruchsbelästigungen durch den Aroma- und Duftstoffhersteller Givaudan in Dübendorf haben in den letzten Monaten wieder zugenommen. Ursache war ein Anlagedefekt.

Für die Gesundheit seien die Geruchsimmissionen unbedenklich gewesen, teilte die Stadt Dübendorf am Montag mit.

Nachdem am letzten runden Tisch im Oktober 2013 erstmals eine gewisse Entspannung an der Geruchsfront festgestellt worden war, haben die Reklamationen seit Februar 2014 wieder zugenommen, wie es in der Mitteilung heisst.

Aufgrund der grossen Anzahl Meldungen am Wochenende vor Ostern hat die Givaudan die technischen Anlagen detailliert überprüft. Dabei wurde festgestellt, dass zwei Abluftreinigungsanlagen einen "schleichenden Defekt" erlitten hatten. Die Produktion des betreffenen Aromas wurde eingestellt. Die Anlagen werden repariert.
Befragung der Bevölkerung

Die steigende Zahl der Geruchsmeldungen hat auch das kantonalen Amt für Wasser, Energie und Luft (AWEL) veranlasst, sich vertieft mit den Hinweisen aus der Bevölkerung auseinanderzusetzen.

Das AWEL will eine repräsentative Befragung in den betroffenen Quartieren durchführen lassen. Die Ergebnisse sollen als Bestandesaufnahme dienen, um bei einer Wiederholung nach Abschluss der Umsetzung diverser Massnahmen bei Givaudan über Vergleichswerte zu verfügen.

Alle Beteiligten am runden Tisch haben sich dafür ausgesprochen. Die IG Stinkfabrik steht den bisherigen Massnahmen jedoch weiterhin kritisch gegenüber. Sie erachtet es als notwendig, dass zusätzliche Massnahmen zur Verminderung der Geruchsimmissionen getroffen werden. Der nächste runde Tisch soll im Oktober stattfinden. (sda)

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