Das neue Konzept sei zwar "nicht wahnsinnig spektakulär", es leiste aber einen wichtigen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit, sagte Verkehrspolizei-Chef Frank Schwammberger. In der zweijährigen Versuchsphase habe sich das neue Verfahren bewährt.

Aufgrund der sehr hohen Zuverlässigkeit habe die Kantonspolizei vor einem Monat definitiv auf das neue Konzept umgestellt. Alkoholschnelltests kommen allerdings weiterhin zur Anwendung.

Die wichtigsten illegalen Drogen seien durch die bisher durchgeführten Drogenvortests zwar erkannt worden, nicht aber viele der neuen Partydrogen. Es seien wohl auch viele fahrunfähige Fahrzeuglenkende unentdeckt geblieben, die wegen Medikamenten oder Krankheiten nicht in der Lage waren, ihr Fahrzeug sicher zu lenken.

Polizisten notieren Beobachtungen minutiös

Neu beobachten die speziell geschulten Polizisten und Polizistinnen die Fahrzeuglenkenden und ihr Verhalten und dokumentieren die Wahrnehmungen minutiös in einem Auswertungsbogen. Sie beurteilen die Anfahrt und die Reaktion der Lenkenden auf Haltezeichen und bei einem Gespräch Sprache, Verhalten und Gesprächsinhalt.

Zudem können sie beispielsweise die Pupillenreaktion bei Lichteinfluss kontrollieren und jemanden aussteigen lassen, um den Gang zu beurteilen.

Innert weniger Minuten erhielten die Kontrollierenden genügend Hinweise um zu entscheiden, ob sie die Weiterfahrt untersagen und durch die Staatsanwaltschaft eine Blut-/Alkoholprobe anordnen zu lassen, sagte Schwammberger.

Das Protokoll ist die zentrale Grundlage für die Beurteilung durch das Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich. Irrelevant sei es für die Polizei, welche Ursache eine allfällige Fahrunfähigkeit haben könnte.