Herr Vogt, Sie haben bei den Ständeratswahlen nur am drittmeisten Stimmen geholt. Wäre da mehr drin gewesen?
Hans-Ueli Vogt: Ich liege stimmenmässig in dem Bereich, der zu erwarten war. Ich persönlich hätte mir natürlich ein etwas besseres Ergebnis erhofft. Aber wenn man die Politik der SVP mit deutlichen Worten vertritt und die Unabhängigkeit der Schweiz hochhält, kann und muss man in etwa mit einem solchen Resultat rechnen.

Die SVP hat im Kanton Zürich einen Wähleranteil von rund 30 Prozent. Sie konnten dieses Potenzial nicht ausschöpfen. Woran liegt das?
Für mich ist einzig der Anteil am absoluten Mehr aussagekräftig. Und da erreichte ich etwas über 70 Prozent. Vor vier Jahren holte Christoph Blocher rund 75 Prozent. Ich bin also absolut im Bereich des Möglichen.

So reagieren die heutigen Ständerats-Verlierer

So reagieren die heutigen Ständerats-Verlierer

Was heisst das nun für den zweiten Wahlgang. Treten Sie nochmals an?
Wir werden in den nächsten Tagen parteiintern die Lage besprechen und dann entscheiden, ob wir nochmals antreten.

Es besteht das Risiko, dass Ruedi Noser und Sie sich in einem zweiten Wahlgang gegenseitig Stimmen abgraben. Würden Sie also allenfalls verzichten, um den Grünen Bastien Girod zu verhindern?
Es ist ja noch nicht sicher, wer im zweiten Wahlgang antritt. Falls Herr Noser und ich die Einzigen sind, so sieht die Situation ganz anders aus. Aber wir werden nun entscheiden müssen, ob es im Interesse des Kantons Zürich ist, wenn ich mich nochmals zur Wahl stelle. (fni)