Mehrere Gutgläubige waren dem Hochstapler auf den Leim gekrochen.

Der geständige Schweizer hatte sich zwischen Frühling 2012 und Juli 2013 in der Zürcher City wahrheitswidrig als Topbanker ausgegeben und mehrere Galeristen, Auktionäre sowie Verkäufer von Luxusuhren mit Lügengeschichten hinters Licht geführt. Dabei erleichterte er seine Kunden um diverse Wertgegenstände sowie Bargeld.

Der überzeugend auftretende Täter brachte es fertig, dass ihm Rolex-Uhren, Luxusgegenstände, weitere Wertsachen ohne Bezahlung im Voraus übergeben wurden. Es wurden ihm sogar Darlehen gewährt. Der Beschuldigte übernachtete und dinierte zudem in Luxushotels ohne zu bezahlen.

Einen Kaufmann führte er hinters Licht, indem er diesem ein fiktives Luxusappartement in New York andrehte. Für den angeblichen Mietvertrag kassierte er im Voraus 2000 Franken.

Zu den Opfern zählte auch eine gutgläubige UBS-Bankerin. Sie händigte ihrem vermeintlichen Berufskollegen aus Mitleid 8550 Franken aus. Der Hochstapler hatte vorgegeben, sein Vater sei verstorben. Der gesamte Deliktbetrag betrug laut Anklage rund 83'000 Franken.

Der inhaftierte Beschuldigte zeigte sich vor Bezirksgericht reumütig. Sein Verteidiger räumte zwar ein, dass sein Mandant kaltschnäuzig und manipulatorisch vorgegangen sei. Dagegen habe er alle Vorwürfe eingestanden und wolle ein neues Leben anfangen. Deswegen seien 12 Monate Freiheitsentzug angemessen.

Das Gericht folgte jedoch aufgrund der Dreistigkeit des einschlägig vorbestraften Beschuldigten der Anklage. Mit den Schuldsprüchen wurde der Hochstapler verpflichtet, den gesamten Schaden den Opfern zurückzuerstatten.