Zürich
Drei Grüne Gemeinderäte wollen für Ruth Genner in den Stadtrat

Bei den Grünen ist am Sonntagabend die Bewerbungsfrist für die Zürcher Stadtratswahlen abgelaufen. Drei Gemeinderäte haben Interesse an einem Sitz in der Stadtregierung angemeldet: Karin Rykart, Markus Knauss und Fabienne Vocat.

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Drei Grüne Gemeinderäte bewerben sich um die Nachfolge von Ruth Genner.

Drei Grüne Gemeinderäte bewerben sich um die Nachfolge von Ruth Genner.

Keystone

Wer in den Wahlkampf steigen wird, entscheiden die Grünen am 9. Juli an einer Mitgliederversammlung. Christoph Hug, Präsident der Findungskommission, geht davon aus, dass alle drei Kandidierenden den Mitgliedern zur Nomination vorgeschlagen werden, wie er am Montag auf Anfrage der sda sagte.

Bei der SP gibt man sich momentan noch bedeckt. Die Anmeldefrist für Kandidaturen ist zwar abgelaufen, die Partei will ihre Interessenten aber noch nicht publik machen. Es seien mehrere Bewerbungen eingegangen, sagte Co-Präsidentin Andrea Sprecher auf Anfrage. Wer ins Rennen steigen darf, entscheiden die Delegierten am 4. Juli.

Auch die Grünliberalen wollen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht offiziell über allfällige Kandidaturen reden. Wie Co-Präsident Martin Luchsinger auf Anfrage sagte, wird die GLP noch vor den Sommerferien bekannt geben, ob und falls ja mit wem sie antritt.

SVP, FDP und CVP wollen Mehrheit zurück

Auf bürgerlicher Seite laufen gegenwärtig Gespräche über einen allfälligen Schulterschluss, um die Mehrheit im Stadtrat zurückzuerobern. Heute sind die Bürgerlichen nur noch mit Andres Türler (FDP) und Gerold Lauber (CVP) im Neuner-Gremium vertreten. Mit Martin Waser (SP) und Ruth Genner (Grüne) treten zwei Linke nicht mehr an.

SVP, FDP und CVP überlegen sich, gemeinsam gegen die links-grüne Übermacht anzutreten. Es seien aber noch weitere Verhandlungen nötig, sagte SVP-Präsident Roger Liebi auf Anfrage. Die SVP selber will mit zwei oder drei Kandidaten ins Rennen steigen. Genügend Personal ist nach den Worten von Liebi vorhanden. Um wen es sich handelt, will die Partei aber erst im September bekannt geben.

Die FDP hatte am Sonntagabend bereits bekannt gegeben, dass Nationalrat Filippo Leutenegger Interesse an einem Sitz im Stadtrat bekundet. Die FDP-Frauen schlugen der Findungskommission zudem Vera Lang als Kandidatin vor. Die Bewerbungsfrist bei der FDP läuft noch bis am kommenden Sonntag.

Auch die EVP will antreten

Die CVP will ausschliesslich mit ihrem bisherigen Stadtrat Gerold Lauber antreten. Angesichts des Wähleranteils sei man mit einem Sitz gut vertreten, sagte Präsident Markus Hungerbühler auf Anfrage. Über den geplanten bürgerlichen Schulterschluss konnte Hungerbühler noch keine Angaben machen. Die Gespräche seien noch nicht beendet.

"Grundsätzlich Interesse" an einem Stadtratssitz hat die EVP, wie Präsidentin Claudia Rabelbauer auf Anfrage sagte. Wer sich für einen Sitz interessiert, will die Partei aber noch nicht publik machen. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis nach den Sommerferien. Anfang September will die EVP den oder die Kandidaten nominieren.