Zürich

Dossier für Innovationspark beim Flughafen Dübendorf wurde eingereicht

Eine solche Fläche wie den Flugplatz Dübendorf könnte man dem Bund in der Nordwestschweiz nicht für einen Innovationspark zur Verfügung stellen. Deshalb betont man hier die Qualität der regionalen Forschung.

Eine solche Fläche wie den Flugplatz Dübendorf könnte man dem Bund in der Nordwestschweiz nicht für einen Innovationspark zur Verfügung stellen. Deshalb betont man hier die Qualität der regionalen Forschung.

Der Zürcher Regierungsrat hat das Dossier bei der Konferenz der kantonalen Volkswirtschaftsdirektoren eingereicht. Es enthält unter anderem Aussagen zu den Innovationsschwerpunkten, der Raumplanung und zur lokalen Trägerschaft.

Für den Kanton Zürich sei das Flugplatzareals geradezu prädestiniert für einen Innovationspark, schreibt der Regierungsrat in einer Mitteilung vom Donnerstag. Dübendorf liege eingebettet im dynamischen Umfeld des Glattals sowie inmitten des Wirtschaftsraumes Zürich mit seinen renommierten staatlichen und privatwirtschaftlichen Forschungs- und Bildungsinstituten.

Wichtig sei dem Regierungsrat, dass ein umfassendes und nachhaltiges Erschliessungskonzept erarbeitet werde. Er sei sich der komplexen Erschliessungsituation im Umfeld des Innovationsparkes bewusst und werde sich in Absprache mit den Standortgemeinden für Verbesserungen einsetzen.

Zwischen Bund und Kanton besteht laut Regierungsrat Einigkeit, dass unabhängig von einer aviatischen Nutzung und räumlich getrennt von den Anlagen und Bauten der Luftfahrt ein Hub-Standort des nationalen Innovationsparks im Kopfbereich des Flugplatzareals verwirklicht werden kann.

Eine Fortsetzung des Flugbetriebes hätte jedoch wegen der Lärmbelastung und der Hindernisbegrenzung Auswirkungen auf die räumliche Anordnung eines Innovationsparks. Der Kanton Zürich verfolgt deshalb zwei Szenarien mit und ohne zivilaviatischer Nutzung. Dieses Vorgehen sei auch im kürzlich revidierten Richtplan festgehalten, schreibt die Regierung.

Auf den Flächen, die sich im Landwirtschaftsgebiet befinden, können erst nach Festsetzung des kantonalen Gestaltungsplanes sowie der Klärung sämtlicher Eigentumsfragen mit dem Bund neue Gebäude erstellt werden. Nach heutigem Zeitplan werde der kantonale Gestaltungsplan Mitte 2015 festgesetzt, hält der Regierungsrat fest.
Park als Leuchtturm der Wirtschaft

Für die lokale Trägerschaft des Innovationsparkes zieht der Regierungsrat eine privatrechtliche Stiftung in Betracht. In der Trägerschaft sollen neben dem Kanton, der sich eine massgebliche Mitwirkung vorbehält, Vertretungen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Standortgemeinden eingebunden sein.

Aus Sicht des Regierungsrates soll der Innovationspark Dübendorf "ein Leuchtturm für den Wirtschaftsstandort Zürich" werden. So sichert der Regierungsrat dem Bund auch zu, der Kanton werde das Projekt auch mittel- und langfristig unterstützen.

Zur Qualitätssicherung und zur inhaltlichen Weiterentwicklung des Parks sieht der Regierungsrat einen Innovationsbeirat vor. Dieser setze sich aus Personen zusammen, die sich beruflich mit Innovationsfragen befassen und die gesamte Wertschöpfungskette abdecken. (sda)

Meistgesehen

Artboard 1