Kanton Zürich
Doppelt so viele Eigentumswohnungen wie Einfamilienhäuser verkauft

Im Kanton Zürich wechseln jedes Jahr rund 12'000 Gebäude und Wohnungen ihre Besitzer. Rund 7000 davon sind im Jahr 2015 auf den freien Markt gekommen. Der Grossteil ist Stockwerkeigentum. Die übrigen etwa 5000 Immobilien bleiben meist in der Familie. Sie wurden vererbt oder verschenkt.

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Steigende Mieten: Blick auf die Stadt Zürich (Archiv)

Steigende Mieten: Blick auf die Stadt Zürich (Archiv)

Keystone

Das Angebot an Wohnungen ist in den letzten 25 Jahren deutlich gestiegen, so dass heute doppelt so viele Eigentumswohnungen wie Einfamilienhäuser verkauft werden. Anfangs der 90er Jahre wurden noch etwa gleich viele Einfamilienhäuser wie Eigentumswohnungen gehandelt, wie das Statistische Amt am Mittwoch mitteilte.

44 Prozent der Wohnungen liegen in Neubauten und sind daher beim Verkauf noch unbewohnt. Ganz anders sieht es bei den Einfamilienhäusern aus. Hier sind nur sieben Prozent neu. Besonders alt sind die Häuser in der Stadt Zürich: Vier von fünf Häusern, die in den vergangenen fünf Jahren verkauft wurden, waren über 50 Jahre alt.

Die mittlere Wohnfläche der verkauften Einfamilienhäuser liegt unter 150 Quadratmetern, in der Stadt Zürich sogar unter 130 Quadratmetern. Nur in Gemeinden mit Seeanstoss hat jedes vierte verkaufte Haus mehr als 200 Quadratmeter Wohnfläche.

Winterthur tanzt aus der Reihe

Einfamilienhäuser werden vor allem in den ländlichen Gemeinden im Weinland, in der Umgebung von Winterthur oder im Knonaueramt gekauft. In den Städten Zürich, Opfikon und Bülach dagegen sind bis zu 90 Prozent aller gehandelten Immobilien Stockwerkeigentum.

Aus der Reihe tanzt allerdings Winterthur. In der zweitgrössten Stadt des Kantons liegt der Anteil der Eigentumswohnungen mit 60 Prozent deutlich unter dem Niveau der anderen Städte. Ein Grund dafür ist laut Statistischem Amt, dass es in Winterthur, anders als in den übrigen Städten, deutlich mehr Einfamilienhäuser als Stockwerkeigentum gibt.