Hallenstadion AG
Dividenden für Aktionäre trotz schlechten Belegungszahlen

Die AG Hallenstadion hat gute Geschäftszahlen präsentiert. Das Jahr schloss mit einem Gewinn von 1,1 Millionen Franken (Vorjahr 1,73 Mio.). Erstmals seit 17 Jahren wird wieder eine Dividende ausgeschüttet.

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Nicht immer herrschte 2012 im Hallenstadion volles Haus.

Nicht immer herrschte 2012 im Hallenstadion volles Haus.

Keystone

Die Belegung im Zürcher Hallenstadion ist 2012 deutlich schlechter gewesen als im Vorjahr.

Die Auslastung ging im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozent auf 122 Eventtage zurück. Das sei zwar unerfreulich, doch Schwankungen seien normal und «wir jammern auf hohem Niveau», sagte Felix Frei, Direktor AG Hallenstadion, am Dienstag vor den Medien. Die Kennzahlen seien gut und die Kosten unter Kontrolle.

So konnten 750'000 Franken für künftige Grossreparaturen zurückgestellt werden und pro Aktie werden 4 Franken Dividende ausgeschüttet. Der tiefere Gewinn werde nicht einmalig sein, sagte Frei. Denn auch für die kommenden Jahre sind weitere Rückstellungen und regelmässige Dividendenzahlungen geplant. Der Unterhaltsaufwand steigt und es müsse vermehrt ins Haus investiert werden.

Für das laufende Jahr rechnet die AG Hallenstadion mit einer deutlich besseren Auslastung. Damit würde sich auch ein ungeschriebenes Gesetz der Branche bewahrheiten, das heisst: die geraden Jahre sind schlechter als die ungeraden.

Darauf allein will man sich jedoch nicht verlassen. Neue Formate und Events sollen ins Hallenstadion kommen. So findet hier demnächst die Wahl zur "Miss Schweiz" statt. Verwaltungsrat und Direktion haben beschlossen, die Halle künftig für alle Veranstalter im Bereich von Rock & Pop zu öffnen und die Koordination des Datenkalenders ab 2014 selbst in die Hand zu nehmen.

Dies sei kein Entscheid gegen den bisherigen Veranstalter, mit dem man weiter zusammenarbeite, sagte Frei. Doch mehr Veranstalter bedeuteten mehr Vielfalt. Ausserdem wird es ein neues Mietmodell für die Halle geben, die kleine Veranstaltungen, das so genannte «Clubangebot», billiger und grosse Events teurer macht.

Gute Nachrichten gibt es für Raucher. Ab kommenden Herbst soll es im Foyer einen verglasten Raucherbereich geben. Mit dem Denkmalschutz wurde dafür eine verträgliche Lösung gefunden.