Kantonsrat

Dietiker Kantonsrat Rolf Steiner gibt ab: Jetzt ist SVP-Politikerin Karin Egli höchste Zürcherin

Die Elggerin Karin Egli (SVP) amtet für ein Jahr als höchste Zürcherin: Der Kantonsrat hat die 56-Jährige am Montag mit 148 von 163 gültigen Stimmen zur Ratspräsidentin für das Amtsjahr 2017/2018 gewählt.

Als Motto oder Sinnbild für ihr Präsidialjahr hat Egli die Welle erkoren: "Eine Welle kann Unruhe bringen, sie kann einen aber auch tragen." Bezüglich Ratsdebatten meinte die neue höchste Zürcherin, dass man nicht immer im seichten Wasser baden müsste, die Wogen dürften durchaus auch einmal hoch gehen.

Denn bei zehn Fraktionen sei es nicht immer einfach, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen: "Es soll hart gekämpft werden, aber dabei darf der Anstand nicht vergessen werden", forderte Egli die Kantonsrätinnen und Kantonsräte auf.

In ihrem Amtsjahr 2017/2018 wolle sie "auf einer Welle reiten" und sich voll für diesen Rat und den Kanton einsetzen, sagte Egli. Und ihre Ratskollegen rief sie dazu auf: "Lassen Sie sich von der Welle mitreissen, packen Sie dieses Jahr mit mir an."

Gutes Resultat

Mit 148 Stimmen erreichte die Elggerin ein sehr gutes Resultat. Ihr Vorgänger Rolf Steiner (SP, Dietikon) hatte vor einem Jahr 152 Stimmen erzielt. In den Jahren 2015 und 2014 waren Theresia Weber-Gachnang (SVP, Uetikon a. S.) mit 130 Stimmen und Brigitta Johner (FDP, Urdorf) mit 169 Stimmen gewählt worden.

Karin Egli aus dem Landstädtchen Elgg war bei den Erneuerungswahlen im April 2011 in den Kantonsrat gewählt worden. Zuvor hatte die Kantonspolizistin in ihrer Wohngemeinde unter anderem neun Jahre in der Sekundarschulpflege und während sechs Jahren als Gemeinderätin politisiert.

Die höchste Zürcherin wird am Montag in Elgg mit einer Feier und einem Apéro auf dem Meisenplatz empfangen. Am Abend folgt ein Bankett.

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