"Die Schweiz braucht Leute, die handeln, wo Zuwarten andere gefährdet, die laut werden, wo Schweigen Unrecht verdeckt, die ehrlich sind, wo Lügen leichter fiele", hält Andres Büchi, Chefredaktor des "Beobachter" in einer Mitteilung fest. Um diesen Personen Anerkennung zu schenken, verleiht die Konsumenten- und Beratungszeitschrift seit 1997 jährlich den "Prix Courage" - eine Auszeichnung für ausserordentliche und mutige Taten.

Damit werden Personen oder Organisationen geehrt, die ihr Handeln einem höheren Ziel unterordnen. Unter den Anwärtern, welche der "Beobachter" am Freitag bekanntgegeben hat, sind auch folgende Persönlichkeiten aus dem Kanton Zürich:

Saida Keller-Messahli kämpft für einen weltoffenen Islam

Saida Keller-Messahli aus Zürich kämpft seit 2004 für einen weltoffenen und integrativen Islam und fordert eine Debatte unter Muslimen über veraltete Rollenbilder. Ihren Einsatz ist freiwillig und uneigennützig und das blieb bisher nicht unbemerkt: Die Schweizer Sektion der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM-CH) hat die gebürtige Tuneserien bereits mit dem schweizerischen Menschenrechtspreis 2016 ausgezeichnet.

Mathias Gräzer löste eine Diskussion übers Rüstungsgeschäft aus

Neben Keller-Messahli wurde auch Mathias Gräzer nominiert. Der Dübendorfer und Hauptmann der Schweizer Armee hatte unverhältnismässige Kosten bei der Sanierung der Duro-Kleinlastwagen der Armee öffentlich gemacht. Seine Berechnungen ergaben, dass die Fahrzeuge für die Hälfte der Kosten ausgetauscht statt saniert werden könnten. Obwohl sein Engagement erfolglos blieb, würdigt der Beobachter seine Treue für die Schweizer Demokratie.

Der Preisträger wird durch das Publikum wie auch durch eine Jury unter der Leitung von Ständerätin Pascale Bruderer gewählt. Er oder sie wird am 4. November in feierlichem Rahmen geehrt.