Zürich
Diese Filme wurden am schwullesbischen Filmfestival «Pink Apple» geehrt

Das «Pink Apple»-Filmfestival ist schweizweit das grösste seiner Art: 1997 von einigen Filmbegeisterten in Frauenfeld gegründet, ist es inzwischen ein Publikumsmagnet. Das Festival legt Wert auf seine soziopolitische Ausrichtung – und auf Ästhetik.

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Das Pink Apple-Festival zog viele Besucher an.

Das Pink Apple-Festival zog viele Besucher an.

Keiko Saile

Der französische Kurzfilm «Ce n'est pas un film de cow-boys» hat am schwullesbischen Filmfestival Pink Apple in Zürich den Jurypreis gewonnen. Ein Dokumentarfilm über das grösste Frauenblasorchester der Welt und ein Film über einen schwulen Vater wurden in ihrer jeweiligen Kategorie mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Die vierköpfige Fachjury wählte den Film des französischen Regisseurs Benjamin Parent zum Gewinner des «Rosa Apfels 2014». Er thematisiert Gespräche zwischen Teenagern auf der Schülertoilette zum Thema Homosexualität.

Der Film überzeuge wegen seiner Leichtigkeit und seinem Humor, seinem simplen Setting und seiner Direktheit, wird die Jury in der Medienmitteilung vom Donnerstag zitiert. Zudem zeige das Werk, wie wichtig es sei, dass schwule und lesbische Filme am TV ausgestrahlt und so einem breiten Publikum zugänglich gemacht würden.

Die beiden Publikumspreise gingen an einen deutschen Dokumentarfilm und einen venezolanischen Spielfilm. "Kein Zickenfox" der in Berlin wohnhaften Regisseurin Kerstin Polte porträtiert das grösste Frauenblasorchester der Welt, bestehend aus 66 Musikerinnen zwischen 20 und über 70 Jahren.

In «Azul y no tan Rosa» wird ein Fotograf, der zusammen mit seinem Partner in Caracas ein beschauliches Leben führt, plötzlich von seinem 15-jährigen Sohn aus einer früheren Beziehung überrascht. Der Schauspieler und Regisseur Miguel Ferrari drehte den Film in seinem Heimatland Venezuela.

Das 17. Pink Apple Festival zieht am Freitag von Zürich weiter nach Frauenfeld, wo es noch bis Sonntag gastieren wird. (sda)