Das Angebot gibt es seit nunmehr 20 Jahren, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Im Zuge der Schliessung der offenen Drogenszenen am Platzspitz und am Letten eröffnete die Stadt die Angebote Crossline und Lifeline. Sie passten in die neuartige "Vier-Säulen"-Strategie des damaligen Stadtrats: Prävention, Repression, Schadensminderung, Therapie.

Die Polikliniken boten Drogenabhängigen Substitutionstherapie: medizinische Behandlung mit Heroin oder Ersatzstoffen (Substituten). Dies gab den Süchtigen die Möglichkeit, sich zu entfernen vom Leben auf der Gasse und vom Beschaffungsstress, der häufig in Kriminalität und Prostitution führte. Dazu bieten die Polikliniken verschiedene sozialmedizinische Unterstützungsleistungen an.

Die Angebote hätten wesentlich dazu beigetragen, dass das Drogenelend in der Stadt Zürich spürbar zurückgegangen sei, heisst es in der Mitteilung der Sozialen Einrichtungen und Betriebe der Stadt. Schätzungsweise 650 Menschen hätten dank der Hilfe von Crossline und Lifeline einen Weg zu einem menschenwürdigen Leben trotz Drogensucht gefunden.

Die Zahl der Patientinnen und Patienten stieg von gut 70 im ersten Betriebsjahr 1994 auf mehr als 200 im Jahr 2013. Das Durchschnittsalter der Behandelten erhöhte sich von 34 auf 43 Jahre. Dies weise auf einen merklichen Rückgang der Anzahl neu einsteigender Heroinkonsumentinnen und -konsumenten hin, heisst es in der Mitteilung.