Der Stadtrat muss dem Grossen Gemeinderat nun bis am 12. Oktober eine Weisung vorlegen, über die Gültigkeit des Volksbegehrens und deren Umsetzung sowie einen allfälligen Gegenvorschlag.

Die Initiative "Rettet den Holidi" setzt sich für das "Fortbestehen von Holidi oder einem gleichwertigen Holzmenschen" im Oberen Graben ein.

Wie die Initianten auf ihrer Homepage schreiben, soll die Initiative auch dafür sorgen, dass der Stadtrat "den momentanen Holidi wieder in Topform bringt". Sollte dies nicht möglich sein, fordern sie eine identische Kopie der Figur.

Falls dies aus urheberrechtlichen Gründen nicht erlaubt ist, soll ein neuer öffentlicher Wettbewerb ausgeschrieben werden, an dem jeder ein Projekt einreichen kann. Das Projekt muss "einen Holzmenschen mit einem markanten Gesicht" zum Ziel haben. Zudem darf das Budget von 50'000 Franken nicht überschritten werden.

"Holidi" soll durch "Plaza" ersetzt werden

Vielen Winterthurern ist der Holzmann, der seit fast 30 Jahren im Oberen Graben liegt, ans Herz gewachsen. Generationen von Kindern turnten auf ihm herum. Gemäss Stadtrat kann er aber nicht ein weiteres Mal restauriert werden.

Der "Homo lignum diligens" (Mensch, der das Holz liebt) soll deshalb durch die Installation "Plaza" des Winterthurer Künstlers Andreas Fritschi ersetzt werden. Der abmontierte "Holidi" soll auf dem Friedhof Rosenberg seine letzte Ruhe finden.