Noch ist nicht ganz klar, wann die neuen Zürcher Stadträte ihren ersten und wann die abtretenden Stadtratsmitglieder ihren letzten Arbeitstag haben. Einen Termin für die Konstituierung des neuen Gremiums gibt es noch nicht. Der Gemeinderat nimmt die Legislatur 2014-18 am 7. Mai in Angriff.

Auf den Termin der Konstituierung des neuen Stadtrates müssen sich die neun Mitglieder noch einigen. Diese Vereinbarung werde Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) in den kommenden Wochen herbeiführen, sagte Christina Stücheli, Informationsbeauftragte des Stadtrats, am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

An der Konstituierung werden die Departemente verteilt und die Termine für die Amtsantritte festgelegt. Laut Gesetz müssen die neuen Mitglieder, Filippo Leutenegger (FDP) und Raphael Golta (SP), ihr Amt spätestens am 1. September des Wahljahres antreten. Die abtretenden müssen bis zur "Ablösung" im Amt bleiben.

Wahrscheinlich ist, dass Ruth Genner( Grüne) und Martin Waser (SP) gegen Ende April ihr Büro räumen und die neuen Stadträte Anfang Mai einziehen.

Filippo Leutenegger geht davon aus, dass er die Arbeit als Stadtrat auf Anfang Amtszeit aufnehmen kann. Er müsse nur noch rechtlich abklären, was die Wahl für sein Nationalratsmandat und die Sondersession bedeute, sagte Leutenegger der sda. Die Sondersession findet vom 5. bis 8. Mai statt.

Raphael Golta arbeitet in einer kleinen Softwarefirma im Technopark. Grundsätzlich hat er eine Kündigungsfrist von drei Monaten, wie er auf Anfrage sagte. Er zählt aber auf die Möglichkeit, mit seinem Chef wegen eines früheren Amtsantrittes eine Vereinbarung treffen zu können.

Hans-Peter Portmann (FDP) rutscht in Nationalrat nach

Leuteneggers Sitz im Nationalrat wird Hans-Peter Portmann (FDP, Thalwil) erben. Als erster Ersatz auf der Liste rutscht er nach, wie Portmann gegenüber der Nachrichtenagentur sda eine Meldung des "Regionaljournals Zürich/Schaffhausen" bestätigte. Der Bankfachmann sitzt seit 1995 im Kantonsrat.

Jetzt könne er etwas verzögert die Früchte der Wahl ernten, sagte er der sda. Portmann hatte bei den letzten beiden Nationalratswahlen jeweils den Ersatzplatz erobert, den Sprung in die Grosse Kammer aber nie geschafft. "Ich engagiere mich schon lange auch auf nationaler Ebene in der Wirtschafts- und Finanzpolitik", sagte er weiter.

Für Portmann nachrücken wird der ehemalige Kantonsrat und Landschaftsarchitekt Antoine Berger (FDP, Kilchberg). Er hatte bei den Wahlen 2011 die Wiederwahl verpasst.