Zürich
Die Universität Zürich bietet ihren ersten Online-Kurs an

Informatik-Studenten kommen bald in den Genuss des ersten Online-Kurses in der Deutschschweiz. Nach Lausanne und Genf ist Zürich die dritte Schweizer Stadt, welche dieses Experiment anpackt.

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Die Universität Zürich bietet demnächst einen Online-Kurs für ihre Informatik-Schüler an.

Die Universität Zürich bietet demnächst einen Online-Kurs für ihre Informatik-Schüler an.

Limmattaler Zeitung

Demnächst werde an der Universität Zürich ein Informatik-Professor einen Massive Open Online Course (MOOC) anbieten, heisst es in einer Information der Universitätsrektoren-Konferenz.

Unter MOOC versteht man die Vermittlung von Wissen im Internet - und das meistens gratis. Dabei werden für gewöhnlich Vorlesungen aufgezeichnet und als Video zusammen mit entsprechenden Übungen ins Internet gestellt.

Die ETH Lausanne (EPFL) hat im letzten Sommer bereits den ersten Schritt gemacht und einen MOOC im Fach Informatik angeboten.

Etwa 50 000 Lernende aus aller Welt haben den Kurs gemäss EPFL-Präsident Patrick Aebischer mitverfolgt. Skeptisch zu MOOC äussert sich Andreas Fischer, Rektor der Universität Zürich.

"Ich bin gegenüber den MOOCs zurückhaltend, aber grundsätzlich offen", sagt er. Diese würden den Lehrbetrieb nicht revolutionieren, sondern eher ergänzen.

Den geplanten MOOC in der Informatik sieht er als Experiment. Nähere Angaben, etwa welcher Professor hinter dem Engagement steht, will die Universität zurzeit nicht preisgeben.

So bleibt unklar, ob das Angebot tatsächlich gratis für alle auf dem Internet verfügbar sein soll, oder ob der Kreis der Teilnehmer eingeschränkt wird. Die Idee der Gratis-Online-Kurse stammt aus den USA.

Die meisten MOOCs existieren dort für den Bereich Naturwissenschaften und Informatik. Ab Herbst bietet in der Schweiz auch die Uni Genf einen MOOC an.