Zürich
Die UNIA reagiert mit einer Volksinitiative auf Fälle von Lohndumping

Die Gewerkschaft Unia lanciert eine kantonale Volksinitiative gegen Lohndumping. Darin fordert sie "endlich griffige Massnahmen gegen Lohndumping". Auslöser sind Lohndumping-Fälle wie jener bei Zara an der Zürcher Bahnhofstrasse.

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Die UNIA will Lohndumping-Fälle wie derjenige auf der Zara-Baustelle an der Bahnhofstrasse sollen künftig verhindern.

Die UNIA will Lohndumping-Fälle wie derjenige auf der Zara-Baustelle an der Bahnhofstrasse sollen künftig verhindern.

Keystone

Zürich -

oder am Zürcher Hauptbahnhof.

Mit den heutigen gesetzlichen Grundlagen sei Lohndumping nicht mehr beizukommen, begründet die Unia die Initiative. Die Vorlage fordert, dass die Behörden die Möglichkeit erhalten sollen, bei dringendem Lohndumping-Verdacht eine Baustelle zu sperren.

Freigegeben werden sollen die Baustellen erst wieder, wenn die geschuldeten Löhne nachbezahlt sind oder zweifelsfrei nachgewiesen wurde, dass alles korrekt ablief. Nur so könne Lohndumping ein Riegel geschoben werden, teilte die Unia am Mittwoch mit.
Unterschriftensammlung in nur 48 Stunden

Die erforderlichen 6000 Unterschriften sollen bereits am kommenden Wochenende gesammelt werden - innerhalb von nur 48 Stunden. Schon am Montag sollen die Unterschriften Regierungsrat Ernst Stocker (SVP) überreicht werden.

Dieser könne dann beweisen, wie schnell er die viel zitierte "Ordnung im Stall" hinkriege und die Vorlage zügig vors Volk bringe, schreibt die Unia.

Bei der Unia ist man überzeugt, die Unterschriften in solch kurzer Zeit sammeln zu können. Die Unterstützung der Bevölkerung und von Gewerblern sei jeweils gross, wenn es um Lohndumping gehe.