Zürich
Die Tramverbindung über die Hardbrücke kommt vors Volk

Über die neue Tramverbindung über die Hardbrücke in Zürich-West muss auch noch der kantonale Souverän entscheiden. Die SVP-Fraktion des Kantonsrates hat am Montag das Behördenreferendum gegen den Staatsbeitrag von 76,4 Millionen Franken eingereicht.

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Die Tramverbindung über die Hardbrücke kommt vors Volk (Symbolbild).

Die Tramverbindung über die Hardbrücke kommt vors Volk (Symbolbild).

Keystone

Die SVP sei keineswegs gegen den öffentlichen Verkehr, schreibt die Fraktion in einer Mitteilung. Es brauche jedoch keine "vergoldeten Trams". Mit dem Referendum sorge die SVP dafür, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über den "finanziellen und verkehrsplanerischen Unsinn" abstimmen können.

Bei der Verbindung über die Hardbrücke wollten Regierungsrat und Kantonsrat 130 Millionen Franken für 700 Meter Infrastruktur verlochen. Die Linienführung des Trams sei so geplant, dass auf der Hardbrücke zwei Fahrbahnquerungen mit insgesamt sechs Fahrstreifenquerungen vollzogen werden müssten und zusätzliche Lichtsignalanalgen nötig werden.

Damit werde der Autoverkehr - sozusagen nach Taktfahrplan - immer wieder unterbrochen. Hinzu komme die fehlende Anbindung des Toni-Areals und die Schaffung eines Unfallschwerpunktes der geplanten Linienführung eingangs der Rampe bei der Ausfahrt Hardplatz.

Das gesamte Projekt für die neue Tramverbindung über die Hardbrücke kostet rund 130 Millionen Franken. Den Kantonsbeitrag von 76,4 Millionen Franken hatte der Kantonsrat vor einer Woche mit 119 gegen 51 Stimmen gutgeheissen.

Für das Zustandekommen des Kantonsratsrefendums waren 45 Stimmen erforderlich. Die 54 Mitglieder umfassende SVP-Kantonsratsfraktion konnte das Referendum damit aus eigener Kraft ergreifen.