Prostitution

Die SVP ergreift das Referendum gegen die geplanten Verrichtungsboxen

Modell des geplanten Strichplatzes mit Verrichtungsboxen in Zürich-Altstetten

Modell des geplanten Strichplatzes mit Verrichtungsboxen in Zürich-Altstetten

Der Strichplatz in Altstetten kommt voraussichtlich vors Volk. Die städtische SVP ergreift das Referendum, wie die Partei heute mitteilt. Das Projekt sei viel zu teuer und es sei unklar, ob der Platz von den Freiern akzeptiert würde.

Der Strichplatz verschlinge während einer geplanten zehnjährigen Betriebsdauer über 7 Millionen Franken, rechnet die SVP vor. Prostitution sei ein rein privates Gewerbe, welches nicht mit Steuergeldern unterstützt werden dürfe. Gegen das Vorhaben spreche zudem, dass Roma-Zuhälter den Platz nicht akzeptierten und auf andere Orte ausweichen würden.

Unterschriftensammlung nötig

Die SVP muss nun 2000 Unterschriften sammeln. Gelingt dies, muss das Volk an der Urne über den Strichplatz entscheiden. Der Zürcher Gemeinderat hatte sich letzte Woche für das Projekt ausgesprochen und für den Bau einen Kredit von rund 2,4 Millionen Franken bewilligt.

Auf dem Strichplatz in Altstetten sollen auf einer Baubrache etwa zehn garagenähnliche Boxen aufgestellt werden. Darin bedienen die Prostituierten die Freier. Das Areal soll den bisherigen Strassenstrich auf dem Sihlquai ersetzen. (sda)

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