Die Stadt Zürich prüft derzeit die Anschaffung eines Fahrzeugrückhaltesystems. Sie will verhindern, dass Attentäter mit Autos oder Lastwagen in Menschenmengen rasen. Dies machte die «Sonntags Zeitung» publik.

«Es ist geplant, dass wir im August die Beschaffung eines Fahrzeugrückhaltesystems öffentlich ausschreiben», sagt Marco Cortesi von der Stadtpolizei. «Eine Kommission prüft derzeit, welche Anforderungen erfüllt sein müssen.»

Schutz bieten soll die Sperre während Grossanlässen. Cortesi nennt Züri-Fäscht, Sechseläuten, Knabenschiessen oder Street Parade. «Wichtig ist, dass das System flexibel ist, also an diversen Orten eingesetzt werden kann.» Bisher habe die Stadtpolizei zum Beispiel die Zufahrt zur Street Parade mit Fahrzeugen blockiert. «Betonelemente setzen wir nicht ein, weil dann Zubringer nicht mehr auf das Gelände kommen und teils auch Fluchtwege versperrt werden", so Cortesi weiter.

Während Basel-Stadt bereits über ein Pollersystem verfügt, prüft derzeit auch die St. Gallen inwiefern solche Schutzsysteme zum Einsatz kommen könnten. Die Consel Group aus Buchs spürt das steigende Interesse und entwickelte deshalb ein mobiles, modulares Pollersystem, das nun auch vermietet wird. (AZ)