Zürich
Die Stadtluft ist nicht sauber genug: Der Stadtrat ergreift schärfere Massnahmen

Der Stadtrat leitet neue Massnahmen gegen Feinstaub- und Stickoxidbelastung an betriebsameren Strassen ein.

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Trotz Besserungen ist die Luft in der Stadt noch nicht auf dem gewünschten Niveau. (Symbolbild)

Trotz Besserungen ist die Luft in der Stadt noch nicht auf dem gewünschten Niveau. (Symbolbild)

KEYSTONE/ENNIO LEANZA

Die Stadtzürcher Luft ist in den vergangenen Jahren zwar sauberer geworden. Vor allem an verkehrsreichen Strassen ist sie aber nicht so rein, wie sie sein sollte. Der Stadtrat hat deshalb neue Massnahmen gegen die Belastung durch Feinstaub und Stickoxide beschlossen. Die Messungen zeigen, dass die Luftverschmutzung vor allem an Hauptverkehrsachsen systematisch über dem Grenzwert liegt. Dies berge gesundheitliche Risiken für die Bevölkerung, teilte der Stadtrat gestern mit. Er hat deshalb - koordiniert mit dem Kanton - neue Massnahmen beschlossen und diese im ergänzten «Massnahmenplan Luftreinhaltung» festgeschrieben. Dieser stammt ursprünglich aus dem Jahr 2011 und reicht offenbar nicht aus, um die Schadstoffbelastung unter die Grenzwerte zu bringen.

ÖV statt Auto, kürzere Sanierungsfristen

Um diesem Ziel doch noch näher zu kommen, beschloss der Stadtrat, dass die städtischen Angestellten vermehrt dazu bewegt werden sollen, den Arbeitsweg und Dienstfahrten mit dem ÖV, dem Velo oder zu Fuss zurückzulegen. Für Holzfeuerungen gelten zudem verschärfte Feststoff-Grenzwerte und verkürzte Sanierungsfristen. Verschärfungen gibt es auch für ortsfeste Verbrennungsmotoren, etwa bei Notstromanlagen.