Werkplatz
Die Stadt Zürich will auch Gewerbebetrieben eine Chance geben

Zürich soll ein Werkplatz sein, auf dem sich in Zukunft neben innovativen Technologieunternehmen weiterhin auch produzierende Gewerbebetriebe ansiedeln und entwickeln können. Der Stadtrat hat im Rahmen des Strategie-Schwerpunkts "Werkplatz Stadt" fünf Projekte definiert.

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In Zürich sollen sich auch weiterhin produzierende Gewerbebetriebe ansiedeln können. (Symbolbild)

In Zürich sollen sich auch weiterhin produzierende Gewerbebetriebe ansiedeln können. (Symbolbild)

Keystone

Das Kernprojekt befasse sich mit den wirtschaftspolitischen Grundlagen für den Werkplatz, heisst es in einer Mitteilung der Stadt vom Mittwoch. Ziel sei es, dass die Stadt eine klare wirtschaftspolitische Haltung zum Ausdruck bringe und ein attraktives Umfeld für gewerblich-industrielle Tätigkeiten bleibe.

Die weiteren Projekte beschäftigten sich mit dem Wandel von Industrie und Gewerbe und den planungs- und baurechtlichen Konsequenzen, einem Gewerbehaus auf dem Koch-Areal sowie der Entwicklung von zwei Arealen in der Industrie- und Gewerbezone.

Mit der Bau- und Zonenordnung (BZO 2014) habe der Stadtrat dem Gemeinderat eine Vorlage für einen planungsrechtlichen Rahmen der gewerblich-industriellen Tätigkeiten in der Stadt überwiesen, heisst es in der Mitteilung. Die Vorlage werde derzeit beraten. Die Bausektion des Stadtrates wolle zudem die Bewilligungspraxis im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben überprüfen.

Auf dem Koch-Areal sollen neben einer Wohnsiedlung auch rund 20'000 Quadratmeter Fläche für gewerbliche Nutzung entstehen. Mit dem Gestaltungsplan wird ein Nutzungskonzept entwickelt. Dieses bilde Grundlage für die Ausschreibung für interessierte Trägerschaften, schreibt der Stadtrat.

Gewerblich-industriell genutzt werden sollen in Zukunft auch die beiden Areale der SBB-Hauptwerkstätten in Zürich-West und der Rheinmetall Air Defence in Zürich-Nord. Diese Areale befinden sich jedoch nicht im Besitz der Stadt. Man sei jedoch seit längerem mit den Eigentümern in Kontakt und in einem konstruktiven Austausch, heisst es in der Mitteilung.