Budget 2012
Die Stadt Zürich budgetiert 2012 eine schwarze Null

Nach mehreren Jahren in den tiefroten Zahlen legt die Stadt Zürich für das kommende Jahr wieder ein ausgeglichenes Budget mit einem knappen Plus von 3,4 Millionen Franken vor. Der Steuerfuss soll bei 119 Prozent belassen werden.

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Die Zürcher Finanzdirektorin Ursula Gut (Archiv)

Die Zürcher Finanzdirektorin Ursula Gut (Archiv)

Keystone

Die Stadt rechnet bei Einnahmen von 8,412 Milliarden Franken mit annähernd gleich hohen Ausgaben von 8,409 Milliarden Franken, wie das Stadtzürcher Finanzdepartement am Dienstag mitteilte. Gegenüber dem Budget 2011 nehmen Aufwand und Ertrag um 6,2 Prozent zu.

Reallohnerhöhung von 0,5 Prozent plus Teuerungsausgleich

Diese Steigerungen sind laut Finanzdepartement einerseits auf den neuen kantonalen Finanzausgleich zurückzuführen, zum anderen wird das Budget durch steigende Lohnkosten beeinflusst. Für Lohnmassnahmen sieht der Stadtrat 49,3 Millionen Franken vor. Darin inbegriffen sind eine Reallohnerhöhung von 0,5 Prozent sowie ein Teuerungsausgleich von 0,9 Prozent.

Die Steuererträge dürften sich laut Finanzdepartement auf rund 2,6 Milliarden Franken belaufen, das sind rund 190 Millionen mehr als im Vorjahresbudget. Die juristischen Personen tragen 31 Prozent zum Steueraufkommen bei, 2010 waren es 29,5 Prozent.

2013 bis 2015 wieder Defizite

Die Nettoinvestitionen belaufen sich auf 924,5 Millionen Franken, der Selbstfinanzierungsgrad verbessert sich von 45,4 auf 54,5 Prozent. Das Eigenkapital bleibt mit 724 Millionen Franken konstant.

Für die Jahre 2013 bis 2015 rechnet der Stadtrat wieder mit Defiziten. Er begründet dies unter anderem mit wachsenden Ausgaben in den Bereichen Schule und Gesundheit. Trotzdem geht er davon aus, dass das Eigenkapital Ende 2015 noch immer 333 Millionen Franken betragen wird. Damit werde das gesetzte Eigenkapitalziel erreicht. (sda)