Die SVP-Fraktion hatte gefordert, dass Teilnehmer von Kommissionsreisen die Verpflegungs-, Transport- und Übernachtungskosten selbst bezahlen sollten. Die Reisen schlügen jährlich mit rund 112'000 Franken zu Buche, rechnete ein Vertreter der SVP vor. Er wisse nicht, was die «luxuriösen Staatsreisen» dem Steuerzahler brächten.

Die SVP spiele sich mit einem «verlogenen Vorstoss» als «Sparapostel» auf, kritisierte ein Redner der Grünen. Der SVP- Vertreter habe selbst an solch einer Reise nach Berlin teilgenommen, die fast 20'000 Franken gekostet habe.

CVP: «Demokratie hat ihren Preis»

Im Nachgang zu der Stadtzürcher Budgetdebatte sei es zwar berechtigt, über die Finanzierung der Kommissionsreisen zu sprechen, sagte ein CVP-Gemeinderat. «Demokratie hat aber ihren Preis. Dass man vom Staat etwas zurück bekommt, ist legitim», argumentierte er.

Politiker seien keine «Spesenritter» auf Kosten der Steuerzahler, sagte eine Vertreterin der SP. Selbst wenn Zürich für einige «die beste Stadt der Welt» sei, tue es gut, über den Tellerrand zu blicken, um zu sehen wie andere Städte ihre Probleme bewältigten.

Die Kostenvergütung sei nur ein «Mü» für das, was sie als Politikerin leiste, sagte eine andere SP-Vertreterin. Solange Verwaltungsangestellten Teile des Lohns gestrichen würden, verzichte sie aber freiwillig auf ihre Teilnahme an Kommissionsreisen.

Die zehn Stadtzürcher Parlamentskommissionen führen alle zwei Jahre eine Kommissionsreise durch. Diese kostet pro Person und Reise rund 1600 Franken.