Pädagogische Hochschule
Die Pädagogische Hochschule Zürich sucht Praxislehrkräfte

Wer Lehrerin oder Lehrer werden will, absolviert im Laufe der Ausbildung verschiedene Praktika in Schulklassen. Angeleitet werden die Studierenden von den regulären Lehrern, welche dann die Funktion von Praxis-Lehrkräften haben.

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Pädagogische Hochschule:Suche nach Praxislehrkräfte.

Pädagogische Hochschule:Suche nach Praxislehrkräfte.

Limmattaler Zeitung

Die Pädagogische Hochschule Zürich (PHZH) verfügt zurzeit über einen Pool von rund 1700 Praxis-Lehrpersonen. Nun sucht sie weitere Lehrkräfte, die bereit sind, ihre Klassen für Studierende zu öffnen, wie PHZH-Prorektor Hans-Jürg Keller am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur sda eine Meldung im «Landboten» bestätigte.

Mehr Möglichkeiten für Einzelpraktika

Zurzeit studieren an der PHZH fast 2500 Personen. Allein im vergangenen Herbst nahmen rund 650 Neue das reguläre Studium auf. Dazu kamen gegen 250 Quereinsteiger. Laut Keller gibt es für alle Studierenden Praktikumsplätze. Die meisten absolvierten ihre Praktika je zu zweit.

Nun wolle man mehr Möglichkeiten für Einzelpraktika schaffen. Zudem würden für die kommenden Jahre noch mehr Studierende erwartet, die alle auch Praktikumsplätze brauchten.

«Nötigen Lehrpersonen werden gefunden»

Und schliesslich wolle man mit einer Aufstockung des Pools Druck von den jetzigen Praxislehrkräften nehmen: Angesichts der Platz- Knappheit fühlten sie sich verpflichtet, jedes Jahr Praktikanten anzunehmen. Stünden mehr Plätze zur Verfügung, wäre auch einmal eine Pause möglich.

Insgesamt will die PHZH rund 1000 Praxislehrkräfte mehr anwerben: 500 davon sind nötig für eine angenommene Zahl von 250 zusätzlichen Studierenden, die je zwei Praktika pro Jahr absolvieren, wie Keller vorrechnete. 200 Plätze mehr brauche es, um mehr Einzelpraktika anbieten zu können. Und nochmals 300 zusätzliche Praxislehrkräfte würden den Aktiven Unterbrüche ermöglichen.

Er sei zuversichtlich, dass die nötigen Lehrpersonen gefunden werden könnten, sagte Keller. Bisher habe man jedenfalls noch nie ein Praktikum absagen müssen.

«Ein gutes Zeichen»

Die Suche der PHZH für zusätzliche Praxislehrkräfte ist für Martin Wendelspiess, Chef des kantonalen Volksschulamtes, «ein gutes Zeichen». Das bedeute schliesslich, dass immer mehr angehende Lehrerinnen und Lehrer ausgebildet würden. Und solche benötige man.

Bis in sechs Jahren brauche es im Kanton rund 600 Vollzeiteinheiten mehr, die sich erfahrungsgemäss rund 900 Lehrkräfte teilten. Grund sind laut Wendelspiess die steigende Anzahl Schülerinnen und Schüler, aber auch die «Rotation» - also Kündigungen, Gemeindewechsel, Pensionierungen.

Laut Wendelspiess kündigen pro Jahr rund 1000 der insgesamt 12'000 Lehrkräfte im Kanton ihre Stelle. Dies liege zwar im normalen Rahmen. Dennoch sei man «dringend auf den Boom angewiesen», der zurzeit herrsche.