Zürich
Die neuen Limmatschiffe werden von einer deutschen Firma hergestellt

Die Firma Ostseestaal hat den Zuschlag für die Lieferung erhalten. Die Kosten betragen 6,5 Millionen Franken.

Patrick Gut
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Der FährBär aus der Ostseestaal-Werft hat im Jahr 2014 auf der Berliner Spree und der Dahme die Dieselfähre ersetzt.

Der FährBär aus der Ostseestaal-Werft hat im Jahr 2014 auf der Berliner Spree und der Dahme die Dieselfähre ersetzt.

zvg

Die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) hat im vergangenen August den Auftrag für den Neubau von drei Limmatschiffen ausgeschrieben. Die neuen Schiffe sollen nicht mehr nur als Kursschiffe eingesetzt werden, sondern auch für Events. Jetzt hat die Firma Ostseestaal aus dem norddeutschen Stralsund den Zuschlag erhalten. Sie hat sich gegen eine Mitbewerberin durchgesetzt und will die Limmatschiffe für einen Gesamtpreis von rund 6,5 Millionen Franken liefern.

Fähren aus derselben Werft sind seit 2014 in Berlin unter anderem auf der Spree und der Dahme ganzjährig unterwegs. Die Schiffe unter der Bezeichnung FährBär sind mit Batterien und Solaranlagen ausgerüstet. Damit hat man die vorherigen Dieselfähren abgelöst. Sie sind 18,5 Meter lang und bieten Sitzplätze für 28 Personen. Sie sind etwas kleiner als die neuen Limmatschiffe, die rund 23 Meter lang sein werden und bis zu 62 Passagiere transportieren sollen. Ostseestaal hat kürzlich auch den Auftrag für eine Solarfähre für die Ostseeinsel Usedom an Land gezogen. Effektiv hergestellt werden die Schiffe von der Ampereship GmbH, einer 100-Prozent-Tochter von Ostseestaal.

Das Mutterunternehmen ist in verschiedenen Geschäftsfeldern tätig. Unter anderem fertigt es Bauteile aus metallischen Werkstoffen. So stammt etwa der Porsche-Pavillon in Wolfsburg von Ostseestaal. Die Firma liefert aber auch Bauteile für die Luft- und Raumfahrt und für den Bau von riesigen Tanks.