Kinderbetreuung

Die Nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen steigt weiter an

(Symbolbild)

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Das Angebot an ausserfamiliären Betreuungsplätzen für Kinder im Kanton Zürich ist im vergangenen Jahr weiter angestiegen. Ungebrochen ist aber auch die Nachfrage nach solchen Angeboten.

Die Zahl der Plätze für Kinder im Vorschul- und Schulalter stieg 2012 um 2700 auf 28'300. Das sind über zehn Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie die Direktion der Justiz und des Innern am Mittwoch mitteilte.Die Zahl der betreuten Kinder nahm um 4700 ebenfalls deutlich zu. Ende Jahr nahmen 39'900 Kinder familien- und schulergänzende Betreuung in Anspruch.

Seit 2005 hat die Zahl der Betreuungsplätze in Krippen, Horten, Tagesfamilien und an Mittagstischen im Kanton Zürich um über 80 Prozent zugenommen. Gleichzeitig ist die Zahl der Kinder, die eine der Betreuungsformen in Anspruch nehmen, um über 17'000 gestiegen.

2005 stand im Kanton für jedes zwölfte Kind ein Betreuungsplatz zur Verfügung. Heute kann laut der Direktion der Justiz und des Innern jedes siebte Kind einmal pro Woche familien- und schulergänzend betreut werden.

Defizite im Vorschulbereich

Mittagstische, Nachmittagshorte, Schülerclubs oder andere schulische Brückenangebote für Schüler gibt es fast überall im Kanton. In über 91 Prozent der Gemeinden ist ein Angebot für Kindergarten- und Schulkinder vorhanden.

Im Vorschulbereich hingegen bieten nur rund zwei Drittel aller Zürcher Gemeinden Betreuungsplätze an. Am verbreitetsten sind die Angebote in der Stadt Zürich und den angrenzenden Regionen Glattal, Limmattal, Pfannenstiel und Zimmerberg. Auch in Teilen des Oberlandes, des Furttals und im Raum Winterthur sind Angebote vorhanden.

Unterschiedliche Subventionen

Unterschiedliche gross ist die Spannweite der Subventionen, mit denen die Gemeinden Krippen, Horte, Mittagstische, Tagesfamilien und weitere schulische Brückenangebote unterstützen. Die Spannweite reicht von null bis 4160 Franken pro Kind und Jahr.

Nur ein Fünftel aller Gemeinden gewähre keinerlei finanzielle Unterstützung, heisst es in der Mitteilung. Der kantonale Durchschnitt liege bei 1420 Franken pro Kind. Der Kanton wendet für die ausserfamiliäre Betreuung 276 Millionen Franken pro Jahr auf. 70 Prozent davon entfallen allein auf die Stadt Zürich.

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