Kirche
Die Kirche im Zürcher HB feiert ihr 10-jähriges Bestehen

Die Zürcher Bahnhofkirche feiert dieser Tage ihr zehnjähriges Bestehen. Was an Pfingsten 2001 als Pilotprojekt begonnen hat, ist mittlerweile zu einem festen Angebots-Bestandteil des Hauptbahnhofs geworden.

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Die Bahnhofskirche in Zürich feiert ihr 10-jähriges Jubiläum

Die Bahnhofskirche in Zürich feiert ihr 10-jähriges Jubiläum

Keystone

Täglich ziehen sich bis zu 500 Menschen aller möglichen Religionen und Konfessionen in die dämmrige Ruhe der Kapelle im Service-Zwischengeschoss des Hauptbahnhofs zurück. Manche suchen das Gespräch mit den Seelsorgern, andere halten einfach einen Moment inne, lesen ein «Weg-Wort», zünden vielleicht eine Kerze an. Die erste Bahnhofkirche der Schweiz ist bewusst schlicht gestaltet: farbige Fensterscheiben, gedämpftes Licht, Kerzen, Blumen, einige Stühle.

In Stein gehauene Symbole der vier grossen Weltreligionen weisen darauf hin, dass alle Menschen, ungeachtet ihres Glaubens, willkommen sind. Die beiden Seelsorger Roman Angst (reformiert) und Toni Zimmermann (katholisch) sind von Anfang an dabei. Wie Angst der Nachrichtenagentur SDA sagte, hat sich in all den Jahren das Publikum nicht verändert: Die meisten von jenen, die das Gespräch suchen, sind Berufstätige.

1,5 Millionen Besucher

Sie achteten die Kompetenz der Seelsorger, welche zuhörten ohne «Moralraster» und ohne zu werten, die verschwiegen seien und auch mal unkonventionelle, überraschende Ideen einbrächten. Dass viele Besuchende dies so schilderten, beweise, «dass die Kirche etwas richtig gemacht hat». Das ökumenische, interreligiöse Angebot der Bahnhofkirche entspreche einem Bedürfnis.

Seit der Eröffnung wurden 1,5 Millionen Besucherinnen und Besucher und rund 20000 Seelsorgegespräche registriert, wie die reformierte und die katholische Kirche im Kanton Zürich zum Jubiläum mitteilten. Zudem wurden mehr als 300000 Kerzen angezündet.