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Die Kaderärzte drängen auf eine rasche Aussprache

Die Kaderärzte des Universitätsspitals Zürich (USZ) suchen nach einer Lösung, um aus der Vertrauenskrise herauszukommen. Sie haben am Montag den Spitalrat um eine rasche Aussprache über die Probleme gebeten.

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Das Unispital Zürich (Archivbild)

Das Unispital Zürich (Archivbild)

Keystone

Unzufrieden sind die Spitzenmediziner vor allem mit der Spitaldirektion, wie die Untersuchung des Instituts für Arbeits- und Organisationswissenschaft (ZOA) an der ETH ergab. Die Ergebnisse der Studie, die im Auftrag der Chefärztegesellschaft der Universität des Kantons Zürich (CUK) durchgeführt wurde, sind Ende Februar bekannt geworden.

«Mit Erstaunen» hätten sie zur Kenntnis genommen, dass weder die Spitalleitung noch der Spitalrat nach der Publikation der «besorgniserregenden Resultate» der Kaderumfrage bis heute ein Gespräch mit den Betroffenen gesucht hätten, schreiben die Kaderärzte in einer Mitteilung.

Drei Porblemkreise

Drei grosse Problemkreise hat die Umfrage ans Licht gebracht: die Administration, mangelndes Vertrauen und die ungenügende Berücksichtigung der universitären Anliegen. Die Mediziner sehen sich in ihrer Forschungsarbeit beeinträchtigt. Ausserdem habe sich die Konkurrenzfähigkeit des Spitals verschlechtert und die Patientenversorgung gelitten.

«Das Verhalten der Spitaldirektion in den vergangenen Jahren, aber auch in der letzten Woche, hat im Weiteren zu einer unhaltbaren Verunsicherung im Kader der Ärzte geführt,» heisst es weiter in dem Schreiben von der Konferenz der Klinikdirektoren, der Konferenz der Leitenden Ärzte und der CUK.